Fast 20 Maßnahmen, vor allem in Schulen und Kindergärten, werden 2010 abgeschlossen
„Regionale Wirtschaftsförderung“, „Existenzsicherung von Betrieben“, „sinnvolle Maßnahmen beherzt umgesetzt“, eine „beeindruckende Bilanz“ – so und so ähnlich lautete jetzt das Fazit des Weinheimer Gemeinderates des Konjunkturpaketes „KII“ in der Stadt. Das Bauverwaltungs- und Hochbauamt der Stadtverwaltung hatte dem Gremium eine ausführliche Liste von fast 20 Maßnahmen vorgelegt, die entweder schon abgeschlossen sind oder im Laufe der nächsten Monate abgeschlossen werden. Insgesamt bekam die Stadt Weinheim aus KII-Zuschüssen rund zwei Millionen Euro bewilligt. Weitere 25 Prozent sattelte die Stadt trotz der schwierigen Finanzlage aus eigenen Mitteln dazu, so dass eine Gesamtinvestition in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro möglich wurde. Bei einem Neubau als Erweiterung des Heisenberg-Gymnasiums ging die Stadt sogar über den Förderrahmen hinaus und erhöhte somit das Investitionsvolumen auf rund 3,4 Millionen Euro. Der Großteil der Investitionen kam und kommt energetischen Sanierungen in Schulen und Kindergärten zugute. Die Stadtverwaltung betonte, dass es nicht leicht war, bei der Berechnung der Kosten und Zuschüsse jeweils eine „Punktlandung“ zu schaffen. Außerdem sei es gelungen, die KII-Maßnahmen mit planmäßigen Vorhaben des Vermögenshaushaltes „sinnvoll zu kombinieren“. KII-Beauftragter Peter Zschippig betonte: „Alle beteiligten Mitarbeiter tragen mit großem Einsatz und viel kreativem Denken dazu bei, dass Weinheim vom Konjunkturprogramm II nachhaltig profitiert.“
Die Maßnahmen auf einen Blick
Quelle:
Weinheim.de
Dem Neubau einer Kinderkrippe der AWO auf dem Gelände des ehemaligen „Fellspeichers“ steht nichts mehr im Wege. Der Gemeinderat genehmigte am Mittwoch einen Zuschuss in Höhe von höchstens 243 000 Euro, was 70 Prozent der Baukosten entspricht.
Diese Zuschusshöhe wiederum ist in den Richtlinien der Stadt zur Förderung von Investitionen freier Träger zur Schaffung von Krippenplätzen geregelt. Die Haushaltsmittel werden im Vermögenshaushalt 2011 ausgewiesen. Die AWO Rhein-Neckar baut eine Krippe mit 20 Plätzen. Für jede Krippengruppe sind jeweils ein Gruppenraum, ein Intensiv- und ein Schlafraum vorgesehen, außerdem Toiletten mit Wickelberechen und Dusche, ein Kinderwagenabstellplatz, eine Teeküche, ein Büro und ein Personalraum geplant.
Die Kinderkrippe entsteht in einem Ensemble mit einem sozialen Dienstleistungs- und Begegnungszentrum mit Einrichtungen für andere soziale Bereiche. Insgesamt investiert die AWO in das „Projekt Fellspeicher“ rund vier Millionen Euro.
Vertreterinnen der Fraktionen betonten, dass die neue AWO-Kinderkrippe der Stadt bei
der Einhaltung der Betreuungsquote eine gute Grundlage bilde. Bis im Jahr 2013 müssen die Kommunen in Baden-Württemberg 34 Prozent ihrer Kleinkinder betreuen können. Aktuell plant Weinheim deshalb auch die Inbetriebnahme kommunaler Kinderkrippen, zum Beispiel im Bürgerpark und in Hohensachsen.
In der gleichen Sitzung brachte der Gemeinderat den für das Projekt nötigen vorhabenbezogenen Bebauungsplan weiter auf den Weg. Das Gremium stimmte dem Entwurf des Bebauungsplanes ebenso zu wie dessen öffentliche Auslegung. Die AWO schafft mit der neuen Einrichtung in Weinheim auch rund ein Dutzend Arbeitsplätze.
Quelle:
Weinheim.de
Viele Eltern und Erziehungsberechtigte sowie Erzieherinnen wünschen sich eindeutige Antworten aus dem Bereich der Pädagogik bzw. der Psychologie, wenn es um den sachgerechten Umgang von Kindern mit Medien geht. Sie suchen nach klaren Antworten und Regeln. Diese gibt es aber im Bereich der Medienerziehung so wenig wie im gesamten Bereich der Erziehung. Doch diese Anfragen müssen ernst genommen werden. Deshalb will das Programm „Medienwerkstatt Kindergarten – Vom Konsumieren zum Gestalten“ praxisorientierte Lösungsansätze entwickeln und erproben, die im Sinne der Nachhaltigkeit und des Transfers später auch für alle Interessierten zur Verfügung stehen.
Das neue Programm “Medienwerkstatt Kindergarten” soll Kindern im Vorschulalter die modernen Medien als Instrumente näherbringen, mit denen sich etwas Eigenschöpferisches gestalten lässt. Bis zum 31. März können sich Gruppen von Realschülern und Gymnasiasten der Klassen 9 bis 11 sowie Teams von Kindergarten-Erzieherinnen um die Teilnahme am neuen Pilotprogramm “Medienwerkstatt Kindergarten” bewerben.
Die Modellprojekte medienpädagogischer Fortbildung haben eine Laufzeit von insgesamt 15 Monaten. Der Projektbeginn ist für Juli bzw. September 2010 vorgesehen. Das Programm wird vom Institut für Public Health Heidelberg / Mannheim wissenschaftlich begleitet.
Hier finden Sie die gesamte Ausschreibung
Hier finden Sie das Antragsformular für Schulen
Hier finden Sie das Antragsformular für KiTas
Studie: Qualität frühkindlicher Bildung in Deutschland muss verbessert werden
Die Qualität frühkindlicher Bildung für Kinder ab drei Jahren lässt in Deutschland immer noch zu wünschen übrig. Die wesentliche Ursache dafür liegt vor allem an der unzureichenden Personalausstattung in den Kindertageseinrichtungen. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede. In Ostdeutschland ist die Betreuungsrelation deutlich ungünstiger als im Westen. Das zeigt ein aktueller Bundesländervergleich der Bertelsmann Stiftung.
Nach einer Sonderauswertung des Länderreports “Frühkindliche Bildungssysteme” wird in Ostdeutschland die Mehrheit der Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt (62,5 Prozent dieser Altersgruppe) in einer Kindergartengruppe mit einem Personalschlüssel von durchschnittlich 1 zu 12,4 betreut. Demgegenüber haben fast 59 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe in Westdeutschland einen deutlich besseren Personalschlüssel in Kindergartengruppen von durchschnittlich 1 zu 9,2.
Insgesamt erreicht kein Bundesland den von der Bertelsmann Stiftung empfohlenen Personalschlüssel von 1 zu 7,5, der auf internationalen Erfahrungen basiert. “Der Personalschlüssel ist das wichtigste Kriterium für die Bildungsqualität in Kindertageseinrichtungen”, sagte Vorstandsmitglied Dr. Jörg Dräger bei der Vorstellung der Studie. “Nur wenn genügend Erzieherinnen in den Kitas sind, können Kinder tatsächlich individuell gefördert werden.”
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