Monthly Archive for February, 2010

„KII“ in Weinheim – eine „beeindruckende Bilanz“

Fast 20 Maßnahmen, vor allem in Schulen und Kindergärten, werden 2010 abgeschlossen

„Regionale Wirtschaftsförderung“, „Existenzsicherung von Betrieben“, „sinnvolle Maßnahmen beherzt umgesetzt“, eine „beeindruckende Bilanz“ – so und so ähnlich lautete jetzt das Fazit des Weinheimer Gemeinderates des Konjunkturpaketes „KII“ in der Stadt. Das Bauverwaltungs- und Hochbauamt der Stadtverwaltung hatte dem Gremium eine ausführliche Liste von fast 20 Maßnahmen vorgelegt, die entweder schon abgeschlossen sind oder im Laufe der nächsten Monate abgeschlossen werden. Insgesamt bekam die Stadt Weinheim aus KII-Zuschüssen rund zwei Millionen Euro bewilligt. Weitere 25 Prozent sattelte die Stadt trotz der schwierigen Finanzlage aus eigenen Mitteln dazu, so dass eine Gesamtinvestition in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro möglich wurde. Bei einem Neubau als Erweiterung des Heisenberg-Gymnasiums ging die Stadt sogar über den Förderrahmen hinaus und erhöhte somit das Investitionsvolumen auf rund 3,4 Millionen Euro. Der Großteil der Investitionen kam und kommt energetischen Sanierungen in Schulen und Kindergärten zugute. Die Stadtverwaltung betonte, dass es nicht leicht war, bei der Berechnung der Kosten und Zuschüsse jeweils eine „Punktlandung“ zu schaffen. Außerdem sei es gelungen, die KII-Maßnahmen mit planmäßigen Vorhaben des Vermögenshaushaltes „sinnvoll zu kombinieren“. KII-Beauftragter Peter Zschippig betonte: „Alle beteiligten Mitarbeiter tragen mit großem Einsatz und viel kreativem Denken dazu bei, dass Weinheim vom Konjunkturprogramm II nachhaltig profitiert.“

Die Maßnahmen auf einen Blick

Quelle:
Weinheim.de

AWO darf Kinderkrippe bauen

Dem Neubau einer Kinderkrippe der AWO auf dem Gelände des ehemaligen „Fellspeichers“ steht nichts mehr im Wege. Der Gemeinderat genehmigte am Mittwoch einen Zuschuss in Höhe von höchstens 243 000 Euro, was 70 Prozent der Baukosten entspricht.

Diese Zuschusshöhe wiederum ist in den Richtlinien der Stadt zur Förderung von Investitionen freier Träger zur Schaffung von Krippenplätzen geregelt. Die Haushaltsmittel werden im Vermögenshaushalt 2011 ausgewiesen. Die AWO Rhein-Neckar baut eine Krippe mit 20 Plätzen. Für jede Krippengruppe sind jeweils ein Gruppenraum, ein Intensiv- und ein Schlafraum vorgesehen, außerdem Toiletten mit Wickelberechen und Dusche, ein Kinderwagenabstellplatz, eine Teeküche, ein Büro und ein Personalraum geplant.
Die Kinderkrippe entsteht in einem Ensemble mit einem sozialen Dienstleistungs- und Begegnungszentrum mit Einrichtungen für andere soziale Bereiche. Insgesamt investiert die AWO in das „Projekt Fellspeicher“ rund vier Millionen Euro.
Vertreterinnen der Fraktionen betonten, dass die neue AWO-Kinderkrippe der Stadt bei
der Einhaltung der Betreuungsquote eine gute Grundlage bilde. Bis im Jahr 2013 müssen die Kommunen in Baden-Württemberg 34 Prozent ihrer Kleinkinder betreuen können. Aktuell plant Weinheim deshalb auch die Inbetriebnahme kommunaler Kinderkrippen, zum Beispiel im Bürgerpark und in Hohensachsen.
In der gleichen Sitzung brachte der Gemeinderat den für das Projekt nötigen vorhabenbezogenen Bebauungsplan weiter auf den Weg. Das Gremium stimmte dem Entwurf des Bebauungsplanes ebenso zu wie dessen öffentliche Auslegung. Die AWO schafft mit der neuen Einrichtung in Weinheim auch rund ein Dutzend Arbeitsplätze.

Quelle:
Weinheim.de

Medienwerkstatt Kindergarten – vom Konsumieren zum Gestalten

Viele Eltern und Erziehungsberechtigte sowie Erzieherinnen wünschen sich eindeutige Antworten aus dem Bereich der Pädagogik bzw. der Psychologie, wenn es um den sachgerechten Umgang von Kindern mit Medien geht. Sie suchen nach klaren Antworten und Regeln. Diese gibt es aber im Bereich der Medienerziehung so wenig wie im gesamten Bereich der Erziehung. Doch diese Anfragen müssen ernst genommen werden. Deshalb will das Programm „Medienwerkstatt Kindergarten – Vom Konsumieren zum Gestalten“ praxisorientierte Lösungsansätze entwickeln und erproben, die im Sinne der Nachhaltigkeit und des Transfers später auch für alle Interessierten zur Verfügung stehen.

Das neue Programm “Medienwerkstatt Kindergarten” soll Kindern im Vorschulalter die modernen Medien als Instrumente näherbringen, mit denen sich etwas Eigenschöpferisches gestalten lässt. Bis zum 31. März können sich Gruppen von Realschülern und Gymnasiasten der Klassen 9 bis 11 sowie Teams von Kindergarten-Erzieherinnen um die Teilnahme am neuen Pilotprogramm “Medienwerkstatt Kindergarten” bewerben.

Die Modellprojekte medienpädagogischer Fortbildung haben eine Laufzeit von insgesamt 15 Monaten. Der Projektbeginn ist für Juli bzw. September 2010 vorgesehen. Das Programm wird vom Institut für Public Health Heidelberg / Mannheim wissenschaftlich begleitet.
Hier finden Sie die gesamte Ausschreibung

Hier finden Sie das Antragsformular für Schulen

Hier finden Sie das Antragsformular für KiTas

Studie: Zu wenig Personal in Kitas

Studie: Qualität frühkindlicher Bildung in Deutschland muss verbessert werden
Die Qualität frühkindlicher Bildung für Kinder ab drei Jahren lässt in Deutschland immer noch zu wünschen übrig. Die wesentliche Ursache dafür liegt vor allem an der unzureichenden Personalausstattung in den Kindertageseinrichtungen. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede. In Ostdeutschland ist die Betreuungsrelation deutlich ungünstiger als im Westen. Das zeigt ein aktueller Bundesländervergleich der Bertelsmann Stiftung.
Nach einer Sonderauswertung des Länderreports “Frühkindliche Bildungs­systeme” wird in Ostdeutschland die Mehrheit der Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt (62,5 Prozent dieser Altersgruppe) in einer Kindergartengruppe mit einem Personalschlüssel von durch­schnittlich 1 zu 12,4 betreut. Demgegenüber haben fast 59 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe in Westdeutschland einen deutlich besseren Personalschlüssel in Kindergartengruppen von durch­schnittlich 1 zu 9,2.

Insgesamt erreicht kein Bundesland den von der Bertelsmann Stiftung empfohlenen Personal­schlüssel von 1 zu 7,5, der auf internationalen Erfahrungen basiert. “Der Personalschlüssel ist das wichtigste Kriterium für die Bildungsqualität in Kindertageseinrichtungen”, sagte Vorstandsmitglied Dr. Jörg Dräger bei der Vorstellung der Studie. “Nur wenn genügend Erzieherinnen in den Kitas sind, können Kinder tatsächlich individuell gefördert werden.”
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Erste kommunale Krippe entsteht

Umbauarbeiten im Bürgerpark haben begonnen – Eröffnung für 24 Plätze im März
Kleine Kinder brauchen manchmal ein besonderes Händchen. Deshalb wurde – zum Beispiel – in der neuen Weinheimer Kinderkrippe, die gerade im Bürgerpark entsteht, auf den Wasch- und Hygieneraum besonderen Wert gelegt. Es gibt genügend Wickelplätze, kindgerechte Toiletten für die etwas größeren unter den Kleinen und eine Duschwanne – zum Abbrausen, wenn mal was danebengeht. Sogar so hoch angebracht, dass die Erzieherin nicht auf dem Boden knien muss. Bis zu 24 Kleinkinder im Alter zwischen einem und drei Jahren sollen sich wie daheim fühlen, wenn sie die kommunale Kinderkrippe besuchen. Es ist die erste städtische Einrichtung dieser Art, also der Einstieg in die kommunale Kleinkinderbetreuung, den die Stadt Weinheim gerade vorbereitet. Das Pavillon-Gebäude im Bürgerpark neben der Kindertagesstätte, das zuletzt als Schülerhort genutzt worden war, wird gerade zur Krippe umgebaut. Der Weinheimer Architekt Steffen Seiferheld, die Mitarbeiter des Weinheimer Bauverwaltungs- und Hochbauamtes, sowie die Mitarbeiterinnen des Amtes für Bildung, Sport und Bäder gemeinsam mit Erika Becker achten auf viele Details, die später für das Wohlbefinden der Kleinkinder besonders wichtig sein werden. Erika Becker wird die Leiterin der neuen Kinderkrippe im Bürgerpark sein. „Es ist toll, dass ich mich schon bei der Um- und Aufbauphase so intensiv einbringen und selbst im Sinne der Kinder gestalten kann“, freut sie sich.
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