Monthly Archive for November, 2010

Martinsumzug mit Zuwachs

Der St. Martinsumzug des Bürgerparks fand dieses Jahr gemeinsam mit der neuen Kinderkrippe statt. Krippen- und Kindergartenkinder marschierten gemeinsam mir ihren Laternen und wurden musikalisch von den Kindern Miriam und Daniel Ott begleitet. Außerdem wurde in der Theatergruppe der KiTa die Martinsszene einstudiert und vorgeführt. Kinder und Eltern waren zufrieden mit ihrem eigenen Bürgerpark-Martinsumzug am 12. November durch den Schloßpark und genossen im Anschluss noch Kinderpunsch, Glühwein und Martinsmännchen.

Eisberge für lebenslanges Lernen

Am Mittwoch, den 17. November war Frau Keppe von der  Deutschen Kinder und Jugendstiftung Berlin in der KiTa Bürgerpark. Sie hat Interviews mit Eltern, Kindern und Erzieherinnen durchgeführt. Dabei ging es hauptsächlich um die Zusammenarbeit von Einrichtung und Eltern bei der Aufgabe “Kinder in ihrer Persönlichkeit stark zu machen”. Außerdem waren die Portfoliomappen ein Thema sowie die Eingewöhnung und der Übergang zur Grundschule.

Unter dem Arbeitstitel „Weinheimer Bildungskette“ werden derzeit in einem kooperativen Arbeitsprozess bildungspolitische Strategien entworfen, um in ressourcenorientierter
Weise auf die spezifischen bildungspolitischen Herausforderungen und Potenziale dieser kreisangehörigen Kleinstadt in Baden-Württemberg reagieren zu können. Auf der Basis dieser bildungspolitischen Ausrichtung einer frühen und Biografie begleitenden Förderung und mit der Integration zahlreicher Förderprojekte („Griffbereit“, „Rucksack KiTa“, „Rucksack in der Grundschule“, „Lebenswelt Schule“, Mehrgenerationenhaus, Schulsozialarbeit, „Mercatorprojekt – Zukunftskonzept Werkrealschule“, Projekt KÜM der Metropolregion, Jugendberufshilfe an Beruflichen Schulen, Beratungsstelle „Job Central“, Lern- und Berufspaten u. a.) wird seither die „Weinheimer
Bildungskette“ entwickelt. [...]

Unter dem Arbeitstitel „Weinheimer Bildungskette“ werden derzeit in einem kooperativenArbeitsprozess bildungspolitische Strategien entworfen, um in ressourcenorientierterWeise auf die spezifischen bildungspolitischen Herausforderungen undPotenziale dieser kreisangehörigen Kleinstadt in Baden-Württemberg reagieren zukönnen.

Frau Keppe wies abschließend auf das Modell der fünf Eisberge hin, dessen Kenntnis sie als sehr wichtig für die Zusammenarbeit der Eltern und Einrichtung hält hin:

Die Neuseeländerin Margaret Carr, der wir die Arbeit mit den Lerngeschichten (nachzulesen in den Portfolios der Kinder) verdanken,  hat die fünf Lerndispositionen in einem Eisberg-Modell  dargestellt. Bei einem Eisberg schwimmen meistens 4/5 unter der Wasseroberfläche. Der Teil, den man nicht sieht, bringt die Schiffe in Gefahr.  Die Lerndimension „Interessiert sein“ ist die Spitze des Eisbergs  „Zugehörigkeit“. Nur wer sich zugehörig fühlt, einen Platz in der Gruppe hat, sich beim Namen gerufen fühlt, kann sich für etwas interessieren. Wer ausgeschlossen ist und keinen Anschluss findet, wird nur schwer das Interesse  aufbringen, sich neuen Situationen zu stellen. Nur wer sich wohl fühlt, kann sich engagieren, nur wer entdeckt, kann auch standhalten, nur wer kommuniziert kann sich auch ausdrücken und wer mitmacht kann lernen.

Bayram

Am Mittwoch, den 17. November wurde in der KiTa Bürgerpark Bayram gefeiert.
Die Kinder nahmen bei einem gemeinsamen Frühstück türkische Spezialitäten zu sich. Mütterbegleiterin Frau Yildiz von der Rucksacktgruppe hat für alle Kinder eine Geschenktüte mit türkischen Süßigkeiten verteilt.

pinwanda

Emotional die schönste Baustelle

Weinheim schreitet beim Ausbau der Betreuungsplätze für Kleinkinder weiter forsch voran. Am Wochenende wurde die neue Kinderkrippe in der Kindertagesstätte Kuhweid inmitten der Weststadt eingeweiht. Für Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard war es schon die dritte Eröffnung einer kommunalen Krippe in diesem Jahr. „Weinheims größte Kindertageseinrichtung hat sein jüngstes Kind bekommen“, schmunzelte der OB.
Die Stadt legt im Laufe des Jahres 2010 bei der Kleinkinderbetreuung mit freien und konfessionellen Trägern um 80 Plätze zu. Ende dieses Jahres sei eine Betreuungsquote der unter dreijährigen Kinder von knapp 26 Prozent erreicht haben. Bernhard: „Das kann sich im regionalen und bundesweiten Vergleich durchaus sehen lassen.“ In den letzten Wochen konnten nach und nach Kleinkinder im Alter von unter drei Jahren in die neuen Räume einziehen, die speziell für Kleinkinder konzipiert sind. Architekt Uwe Beuchle konnte dabei immer wieder auf die praxisnahen Tipps der Erzieherinnen zurückgreifen. 150 000 Euro hat die Stadt in den Ausbau der Krippe investiert, dazu kommen rund weitere 100 000 Euro für einen neuen Fußboden und neue Fenster im gesamten 1972 erbauten Gebäude. KiTa-Leiterin Antje Kerschbaum und Melanie Embach-Nickel als verantwortliche Erzieherin der neuen Krippe verwiesen auf das konstruktive Verhältnis zum Planer, den Mitarbeitern des Bauverwaltungs- und Hochbauamtes und den Handwerksfirmen. „Alle sagten, das sei die emotionalste Baustelle, die sie haben“, erinnerte sich Melanie Embach-Nickel. Sie wird die elf Krippenplätze gemeinsam mit ihren Kolleginnen Eva Krüger und Stefanie Pohl betreuen. Die neue Krippe sei auch für die Mitarbeiterinnen der KiTa „ein Wunschkind“ gewesen, wie Melanie Embach-Nickel erklärte. Denn das Angebot passe sehr gut in die Vielfalt der KiTa, die Teil des Mehrgenerationenhauses ist. OB Bernhard lobte das „pädagogische und emotionale Niveau“ der Erzieherinnen in der Kuhweid. Denn besonders die KiTa Kuhweid spiele ja mit ihrem ambitionierten pädagogischen Anspruch gerade im Kontext zur Weinheimer Bildungskette eine ganz wichtige Rolle – nicht nur räumlich. Die Einrichtung gehöre zu den Aktivposten der Projekte, die Kinder aus allen Schichten sehr fundiert auf die Schule und den weiteren Lebensweg vorbereitet. Heiner Bernhard zur Finanzierung der neuen Krippe: „Die Herausforderung, die eine Kommune heute beim Thema Kleinkinderbetreuung annehmen muss, ist gewaltig – und genau genommen vor dem Hintergrund der kommunalen Finanzkrise eigentlich nicht zu stemmen. Dass wir es trotzdem tun, beweist unsere Überzeugung, dass die Kinderbetreuung ansich und damit die Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine der entscheidenden Aufgaben unserer Gesellschaft ist.“ Während in allen anderen Bereichen der Stadtverwaltung der Personalstand in den letzten Jahren merklich gesunken ist, habe die Stadt im Bereich der Kinderbetreuung 16 neue Stellen geschaffen, das sind Kosten von 780 000 Euro zusätzlich. Der OB bekräftigte: „Weinheim stellt sich hier und bei den weiteren Einrichtungen der Kleinkinderbetreuung seiner gesellschaftlichen Aufgabe. Ich würde mir wünschen, andere gesellschaftliche Kräfte, wie die Vertreter der Wirtschaft, und andere politische Ebenen würden das genauso tun. Im Moment jedenfalls sind die Lasten der Finanzierung ungerecht verteilt.“

Quelle Weinheim.de