Kindergartengebühren: Stadtverwaltung bedauert Fehler bei der Abrechnung / Falsche Mahngebühren sind gestrichen
Weinheim. Das Amt für Bildung, Sport und Bäder hat gestern auf Anfrage der Weinheimer Nachrichten die Irritationen bedauert, zu denen es in den letzten Tagen beim Einzug der Kindergartengebühren gekommen ist.
Die Stadt entschuldige sich bei den Personen, denen dabei Unannehmlichkeiten entstanden sind, heißt es. “Gleichzeitig bedanken wir uns aber auch bei den vielen Eltern, denen wir im persönlichen Gespräch das Problem erklären konnten, für das Verständnis”, so Amtsleiterin Carmen Harmand. Auch versicherte die Stadt, dass d en Eltern, die ungerechtfertigt eine Mahnung erhalten haben, “selbstverständlich keine Mahngebühren berechnet werden”.
Das Fachamt gesteht ein, dass die Umstellung auf die neue Software “Easykid”, ein Programm zur modernen Verwaltung von Kinderbetreuungseinrichtungen, sehr viel aufwändiger war als zunächst gedacht.
Alle Weinheimer Schulen und Kindertagesstätten mit knapp 700 Tarifen und rund 900 Kindern mussten erfasst werden. Durch die Verzögerungen und Überschneidungen beim Wechsel auf das neue Programm passierte zum Beispiel, dass die Stadtkasse an Eltern Mahnungen verschickt hat, obwohl diese zuvor noch gar keinen Gebührenbescheid bekommen hatten. “Das ist natürlich sehr bedauerlich und für die Eltern ärgerlich”, äußert die Amtsleiterin Verständnis. Mittlerweile seien alle Bescheide ordnungsgemäß zugeschickt worden.
Trotz der Startschwierigkeiten biete die “Easykid”-Software jetzt deutliche Vorteile für die Verwaltung und später für die Nutzer der Einri chtungen. Die neue Software sehe pro Haushalt einen Gebührenzahler vor. Bei Familien mit beiden Eltern im Haushalt, sei deshalb in der Regel der Vater als Gebührenzahler erfasst worden, bei alleinerziehenden Eltern immer der Elternteil, bei dem das Kind wohnt.
Das Thema wurde gestern Abend auch im Gemeinderat angesprochen. “Wenn es so ist, dann wäre das peinlich”, meinte Stadtrat Klaus Flößer mit Blick auf die Mahnungen. Erster Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner dazu: “Es fällt schwer, nein zu sagen”.
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