Monthly Archive for December, 2010

Richtig “easy” war es doch nicht

Kindergartengebühren: Stadtverwaltung bedauert Fehler bei der Abrechnung / Falsche Mahngebühren sind gestrichen

Weinheim. Das Amt für Bildung, Sport und Bäder hat gestern auf Anfrage der Weinheimer Nachrichten die Irritationen bedauert, zu denen es in den letzten Tagen beim Einzug der Kindergartengebühren gekommen ist.
Die Stadt entschuldige sich bei den Personen, denen dabei Unannehmlichkeiten entstanden sind, heißt es. “Gleichzeitig bedanken wir uns aber auch bei den vielen Eltern, denen wir im persönlichen Gespräch das Problem erklären konnten, für das Verständnis”, so Amtsleiterin Carmen Harmand. Auch versicherte die Stadt, dass d en Eltern, die ungerechtfertigt eine Mahnung erhalten haben, “selbstverständlich keine Mahngebühren berechnet werden”.
Das Fachamt gesteht ein, dass die Umstellung auf die neue Software “Easykid”, ein Programm zur modernen Verwaltung von Kinderbetreuungseinrichtungen, sehr viel aufwändiger war als zunächst gedacht.
Alle Weinheimer Schulen und Kindertagesstätten mit knapp 700 Tarifen und rund 900 Kindern mussten erfasst werden. Durch die Verzögerungen und Überschneidungen beim Wechsel auf das neue Programm passierte zum Beispiel, dass die Stadtkasse an Eltern Mahnungen verschickt hat, obwohl diese zuvor noch gar keinen Gebührenbescheid bekommen hatten. “Das ist natürlich sehr bedauerlich und für die Eltern ärgerlich”, äußert die Amtsleiterin Verständnis. Mittlerweile seien alle Bescheide ordnungsgemäß zugeschickt worden.
Trotz der Startschwierigkeiten biete die “Easykid”-Software jetzt deutliche Vorteile für die Verwaltung und später für die Nutzer der Einri chtungen. Die neue Software sehe pro Haushalt einen Gebührenzahler vor. Bei Familien mit beiden Eltern im Haushalt, sei deshalb in der Regel der Vater als Gebührenzahler erfasst worden, bei alleinerziehenden Eltern immer der Elternteil, bei dem das Kind wohnt.
Das Thema wurde gestern Abend auch im Gemeinderat angesprochen. “Wenn es so ist, dann wäre das peinlich”, meinte Stadtrat Klaus Flößer mit Blick auf die Mahnungen. Erster Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner dazu: “Es fällt schwer, nein zu sagen”.

erschienen in wnoz

Der Amtsschimmel wiehert

Wir dachten, die Zeit der Schildbürgerstreiche sei schon lange vorbei – aber weit gefehlt: Der Amtsschimmel der Stadt Schilda wiehert in Weinheim. Seit Oktober werden die Gebühren für städtische Kinderbetreuungseinrichtungen nicht mehr eingezogen. Stattdessen trudeln im Dezember bei uns Eltern Mahnungen mit Säumniszuschlägen ein, obwohl wir weder Rechnungen noch Informationen über die Einstellung des Einzugsverfahrens erhalten haben. 

Was geschieht überhaupt mit unseren so kostbaren Daten? In mehreren Fällen wurden die Mahnungen an Väter gerichtet, obwohl ansonsten die Mütter die Gebühren bezahlt haben. Es wurden nämlich Namen der Väter mit und ohne Sorgerecht mit den Adressen der – teils getrennt lebenden – Mütter frei kombiniert.

Bekommt ein Mann dann demnächst auch die Strafzettel seiner Ex? Nun erreichen uns Eltern nach und nach die überfälligen Gebührenbescheide und wir müssen – kurz vor Weihnachten – die Summe von drei Monaten auf einmal aufbringen. Wie kann es sich die Stadt in Zeiten knapper Kassen leisten, drei Monate Außenstände in Kauf zu nehmen?

Sind es wieder wir Steuerzahler, die die Sollzinsen zahlen? Um die vielen Elternfragen nicht in tagelangen „Telefonorgien“ jedem Einzelnen beantworten zu müssen, schlagen wir der Stadt vor, die Antworten gebündelt in der lokalen Presse abzudrucken. So kann sich die Stadt mit denen ihr übertragenen Aufgaben befassen, nämlich der Verwaltung sowie Optimierung von Qualität und Quantität der Betreuungsplätze in Weinheim.

Miriam Godau, 69469 Weinheim und sechs weitere Unterschriften

Leserbrief erschienen in wnoz

Themenelternabend am 30. März: Kinder stark machen fürs Leben – Das Konzept der Resilienz

Wieso gelingt es manchen Kindern,  selbst schwere Krisen erfolgreich zu meistern, während andere Kinder an kleinen Stolpersteinen verzweifeln?
In der Psychologie bezeichnet man diese Fähigkeit als Resilienz. Darunter versteht man die seelische Widerstandskraft, um Krisen und Niederlagen zu meistern und Schicksalsschläge zu bewältigen.
In unserer veränderten Gesellschaft ist es für Kinder von großer Bedeutung, diese Fähigkeit zu besitzen. Aufgabe von Erzieherinnen ist es, diese Fähigkeit durch Ihre Arbeit zu fördern.
Nachdem wir uns einige empirische Fakten sowie zwei zentrale Konzepte der Resilienz-forschung angeschaut haben, werden wir uns im Seminar mit folgenden Faktoren einer Resilienzförderung intensiv beschäftigen:
•         Empathisch sein
•         Richtig kommunizieren
•         Die Kinder akzeptieren
•         Eigene negative Lebensskripte ändern
•         Kompetenzen der  Kinder fördern
•         Kindern helfen, Verantwortung zu übernehmen und Probleme lösen zu lernen
Zahlreiche Übungen und vielfältige methodische Anregungen werden helfen, die Themen auf unterschiedlichste Weise zu bearbeiten, wobei die Reflektion der eigenen Einstellungen einen großen Raum einnehmen wird. Ebenfalls werden wir auf die Partnerschaft zwischen Elternhaus und Kindertageseinrichtungen schauen, um zu überlegen, welche Auswirkungen die oben genannten Faktoren haben können.