Archive for the 'Erziehung' Category
Am Mittwoch, den 17. November war Frau Keppe von der Deutschen Kinder und Jugendstiftung Berlin in der KiTa Bürgerpark. Sie hat Interviews mit Eltern, Kindern und Erzieherinnen durchgeführt. Dabei ging es hauptsächlich um die Zusammenarbeit von Einrichtung und Eltern bei der Aufgabe “Kinder in ihrer Persönlichkeit stark zu machen”. Außerdem waren die Portfoliomappen ein Thema sowie die Eingewöhnung und der Übergang zur Grundschule.
Unter dem Arbeitstitel „Weinheimer Bildungskette“ werden derzeit in einem kooperativenArbeitsprozess bildungspolitische Strategien entworfen, um in ressourcenorientierterWeise auf die spezifischen bildungspolitischen Herausforderungen undPotenziale dieser kreisangehörigen Kleinstadt in Baden-Württemberg reagieren zukönnen.
Frau Keppe wies abschließend auf das Modell der fünf Eisberge hin, dessen Kenntnis sie als sehr wichtig für die Zusammenarbeit der Eltern und Einrichtung hält hin:
Die Neuseeländerin Margaret Carr, der wir die Arbeit mit den Lerngeschichten (nachzulesen in den Portfolios der Kinder) verdanken, hat die fünf Lerndispositionen in einem Eisberg-Modell dargestellt. Bei einem Eisberg schwimmen meistens 4/5 unter der Wasseroberfläche. Der Teil, den man nicht sieht, bringt die Schiffe in Gefahr. Die Lerndimension „Interessiert sein“ ist die Spitze des Eisbergs „Zugehörigkeit“. Nur wer sich zugehörig fühlt, einen Platz in der Gruppe hat, sich beim Namen gerufen fühlt, kann sich für etwas interessieren. Wer ausgeschlossen ist und keinen Anschluss findet, wird nur schwer das Interesse aufbringen, sich neuen Situationen zu stellen. Nur wer sich wohl fühlt, kann sich engagieren, nur wer entdeckt, kann auch standhalten, nur wer kommuniziert kann sich auch ausdrücken und wer mitmacht kann lernen.
Wie man in der Schule allen Kindern gerecht werden kann
Seminar am 29.10.2010 in der Langenbergschule in Birkenau
Veranstaltung zur Inklusionspädagogik in Theorie und Praxis für Lehrer, Eltern und andere an Bildungsfragen interessierte Menschen
„Allen Kindern gerecht werden – jedes Kind wertschätzen“ – unter diesem Motto lädt der Verein „Wir DABEI!“ am Freitag, 29. Oktober, ab 15:00 Uhr zu einem Tag über das Thema Inklusion in der Schule ein. Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion stehen in der Langenbergschule auf dem Programm. Der Verein möchte mit der Veranstaltung aufzeigen, wie sich Schulen auf den Weg machen können, damit alle Kinder – unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, Sprache, Begabung und Behinderung – gemeinsam unterrichtet werden können.
Nico lernt das A – konzentriert spurt er auf seinem Arbeitsblatt die feinen Hilfslinien mit dem Bleistift nach. Neben ihm sitzt Nora. Auch Nora lernt das A. Auf ihrem Arbeitsblatt ist das A doppelt so groß, weil sie feinmotorisch noch nicht so weit ist wie Nico. Julius schreibt auf seinem Arbeitsblatt schon zehn Wörter, die mit dem Buchstaben A beginnen. Nora ist körperbehindert, Nico und Julius sind ihre Freunde. In der Pause werden sie gemeinsam auf dem Schulhof spielen.
Das ist die Vision einer Schule, die keine Vision bleiben soll und darf. Das meint der Verein „Wir DABEI!“, der in Birkenau und Umgebung seit Jahren aktiv ist und mit seiner zentralen Botschaft: „Durch Akzeptanz Behinderung erfolgreich integrieren“ immer wieder in die Öffentlichkeit geht. Gemeinsam mit vielen anderen Initiativen und Vereinen im ganzen Land drängt er darauf, dass die UN Konvention über die Rechte behinderter Menschen, die auch in Deutschland geltendes Recht ist, konsequent umgesetzt wird und das separierende Schulsystem geändert wird.
„Wir müssen endlich akzeptieren, dass es normal ist, verschieden zu sein“, sagt die erste Vorsitzende Petra Doering: „Für ein gemeinsames Leben und Lernen gibt es schon Konzepte, von denen alle Kinder profitieren.“ Inklusion möchte sie im Sinne eines wirklichen, selbstverständlichen Dazugehörens verstanden wissen. Das geht über bestehende Kooperationsmodelle weit hinaus.
Für die Inklusionsveranstaltung hat der Verein zwei bundesweit anerkannte Fachleute gewonnen, die sich seit Jahren für Inklusion engagieren. Dr. Irmtraud Schnell vom Institut für Sonderpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt und Hans Wocken, Professor für Lern- und Integrationspädagogik an der Universität in Hamburg, werden Kurzvorträge halten. Außerdem werden Schulen vorgestellt, die sich schon auf den Weg gemacht haben: Die inklusive Grundschule Süd-West aus Eschborn und die Integrierte Gesamtschule Holweide in Köln. Außerdem stehen an dem Nachmittag noch je ein Workshop für Pädagogen sowie für Eltern und anderen Interessierte auf dem Programm.
Britta Hoffmann, ebenfalls im Verein „Wir DABEI!“ als 2. Vorsitzende aktiv, weiß aus eigener Erfahrung, wie gemeinsamer Unterricht in der Praxis funktionieren kann. Ihre Tochter Maja mit Down-Syndrom lernt gemeinsam mit nicht behinderten Kindern in der Grundschule in Birkenau: „Wir erleben jeden Tag, wie viel sie mitnimmt und von den anderen profitiert, und auch, wie es für die anderen Kinder immer normaler wird, dass Maja da ist, auch wenn sie anders ist. Für Mitschüler ist es kein Thema, dass sie nicht so schnell rechnen kann, sondern, warum sie beim Uno-Kartenspiel immer gewinnt!“
Vernor Munoz, der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, hat einmal gesagt: „Nicht die Menschen müssen sich dem Bildungssystem anpassen, sondern das Bildungssystem muss sich den Menschen anpassen.“
Bild 2 Weitere Informationen zum Inklusionstag in der Langenbergschule in Birkenau am 29.10.2010 von 15:00 – ca. 22.00 Uhr unter www.wir-dabei.de. Auch telefonisch steht der Verein für Fragen und Anmeldungen zur Verfügung: 06201/ 340947. Die Veranstaltung ist barrierefrei. Es werden keine Teilnahmegebühren erhoben. Eine kostenlose Kinderbetreuung wird vom Verein bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Hessische Lehrkräfte erhalten bei der Teilnahme 10 Leistungspunkte. (KE)
Viele Eltern in den Kindergärten fühlen sich unsicher bezüglich der Frage, ob ihr Kind ausreichend auf die Grundschule vorbereitet wird. Dazu tragen natürlich auch die medial geführte öffentliche Debatte, aber auch viele von der Landesregierung hervorgebrachte Konzepte bei. Bislang waren wir in dieser Sache sehr zurückhaltend und haben immer wieder auf die Tätigkeitsabgrenzungen Kindergarten/Schule hingewiesen. Besonders in den Vordergrund gestellt haben wir dabei das grundsätzliche Argument, dass der Kindergarten keine vorgezogene Schule ist. Die vom Kultusministerium Baden-Württemberg präferierte Idee des Bildungshauses, zeigt in die richtige Richtung. Dabei soll ein nahtloser Übergang von Kindergarten in die Grundschule geschaffen werden. Der Kindergarten bleibt auch in der Schulzeit noch Ansprechpartner.
Der Postillion e.V. hat daher für seine vier Kindergärten zum 01.10.2010 eine Grundschullehrerin mit erstem Staatsexamen eingestellt, die nebenbei noch ihre Dissertation schreibt. Die neue Kollegin hat den Auftrag, den Übergang Kindergarten/Schule gemeinsam mit den beteiligten Kindergärten Wiesloch, Weinheim und Wilhelmsfeld konzeptionell weiterzuentwickeln. Sie hat aber auch den Auftrag in Abstimmung mit dem jeweiligen Team, den Vorschülern gezielte Angebote zur Verfügung zu stellen. Und natürlich auch die Eltern bei auftauchenden Fragen gemeinsam mit dem Team speziell zu beraten. Nach der Einschulung soll sie – wie es auch das Konzept des Bildungshauses in Baden-Württemberg vorsieht – die Kinder in der Schule punktuell betreuen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass wir eine gute Rückmeldung bekommen, wie Kinder aus unseren Einrichtungen in der Schule angekommen sind.
Diese Maßnahme ersetzt nicht die eigentliche Vorschularbeit im Kindergarten. Der Postillion e.V. möchte nur noch zusätzlich einen schulpädagogischen Blick in die Arbeit einfließen lassen. Das gemeinsame Konzept soll mit den Einrichtungen erarbeitet werden. Im Kindergarten Eppelheim, der am Modellversuch „Schulreifes Kind“ teilnimmt wird auch weiterhin auf die aufgebaute Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule gesetzt, die Leitung des Kindergartens begleitet die Kinder im Rahmen der Schulsozialarbeit weiter.
In Wilhelmsfeld findet noch vierzehntägig am Nachmittag ein eigener Vorschultreff statt mit den Kindern, die in die Schule kommen werden. Hier besteht die Möglichkeit, dass daran auch Kinder aus anderen Kindergärten teilnehmen. Informationen über die Postillion-Kita unter Telefon: (06220) 521118.
So schaffen 55 Prozent mehr Kinder mit Migrationshintergrund den Übergang auf das Gymnasium, wenn sie in den ersten drei Lebensjahren eine Kita besucht haben, wie die Bertelsmann Stiftung 2008 in einer Studie feststellte. Von den Kindern, deren Eltern höchstens einen Hauptschulabschluss haben, gingen sogar 83 Prozent mehr ehemalige Krippenkinder auf das Gymnasium. Der Ausbau der Plätze für unter Dreijährige sowie der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz in dieser Altersgruppe ab 2013 sind daher richtige Weichenstellungen.
Die Investition in mehr Krippenplätze lohnt sich und sollte noch weiter voran getrieben werden!
Viele Eltern und Erziehungsberechtigte sowie Erzieherinnen wünschen sich eindeutige Antworten aus dem Bereich der Pädagogik bzw. der Psychologie, wenn es um den sachgerechten Umgang von Kindern mit Medien geht. Sie suchen nach klaren Antworten und Regeln. Diese gibt es aber im Bereich der Medienerziehung so wenig wie im gesamten Bereich der Erziehung. Doch diese Anfragen müssen ernst genommen werden. Deshalb will das Programm „Medienwerkstatt Kindergarten – Vom Konsumieren zum Gestalten“ praxisorientierte Lösungsansätze entwickeln und erproben, die im Sinne der Nachhaltigkeit und des Transfers später auch für alle Interessierten zur Verfügung stehen.
Das neue Programm “Medienwerkstatt Kindergarten” soll Kindern im Vorschulalter die modernen Medien als Instrumente näherbringen, mit denen sich etwas Eigenschöpferisches gestalten lässt. Bis zum 31. März können sich Gruppen von Realschülern und Gymnasiasten der Klassen 9 bis 11 sowie Teams von Kindergarten-Erzieherinnen um die Teilnahme am neuen Pilotprogramm “Medienwerkstatt Kindergarten” bewerben.
Die Modellprojekte medienpädagogischer Fortbildung haben eine Laufzeit von insgesamt 15 Monaten. Der Projektbeginn ist für Juli bzw. September 2010 vorgesehen. Das Programm wird vom Institut für Public Health Heidelberg / Mannheim wissenschaftlich begleitet.
Hier finden Sie die gesamte Ausschreibung
Liebe Elternbeirätinnen, Elternbeiräte und Einrichtungsleiterinnen,
bitte stellen Sie den GEB-KiTa beim nächsten Elternabend vor. Wir haben für Sie einen Kommunikationsvorschlag erarbeitet.
Die Aufgaben des Elternbeirats und die Rolle des Gesamtelternbeirates der KiTas, Horte und Krippen sowie mögliche Themen sind stichpunktartig im neuen Flyer (bitte klicken Sie auf das entsprechende Bild unten für eine größere Ansicht) zusammengefasst. Die Flyer senden wir direkt an Ihre Einrichtung. Bitte verteilen Sie die Flyer an alle interessierten Eltern.


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Unter fruehpaedagogik-studieren.de/ gibt es ab sofort alle frühpädagogischen Studiengänge in Deutschland auf einen Klick.
“‘Frühpädagogik studieren!”‘ trägt den Forderungen nach mehr Transparenz, Vergleichbarkeit und Vernetzung innerhalb der frühpädagogischen Hochschullandschaft Rechnung. Es soll außerdem den Bekanntheitsgrad von frühpädagogischen Studienabschlüssen und ihren Profilen steigern”, so Prof. Dr. Stefan Sell. Unter seiner Leitung hat das Team des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Fachhochschule Koblenz “Frühpädagogik studieren!” entwickelt. Gefördert wird das Projekt durch die Robert Bosch Stiftung.
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Frühkindliche Bildungs- und Betreuungsmaßnahmen tragen entscheidend zur späteren Entwicklung und dem Bildungserfolg von Kindern bei. Das gilt aber nur, wenn diese Maßnahmen auch einen qualitativ hohen Standard aufweisen.
So lautet das Fazit des neuen Berichts des Networks of Experts in Social Sciences of Education and Training, NSSE, der von der EU-Kommission veröffentlich wurde.
Der gesamte Bericht kann hier gelesen werden.
Continue reading ‘Investitionen in frühkindliche Bildung wichtiger als in jeder anderen Entwicklungsphase’
Der am Freitag vorgelegte Bericht “Eurydice” zeigt sowohl die Trends als auch die zentralen Herausforderungen für die Bildungssysteme in Europa auf:
Immer mehr Vierjährige in Europa besuchen bereits Vorschulen, die Studierendenzahlen an Hochschulen steigen und die Pflichtschulzeiten werden länger. Zu den Herausforderungen zählt vor Allem der demografische Wandel.
Continue reading ‘Immer mehr Vierjährige in Europa besuchen Vorschulen’
