Archive for the 'Kinderkrippe' Category

Ich geh mit meiner Laterne

1.

Ich geh mit meiner Laterne,
und meine Laterne mit mir,
da oben da leuchten die Sterne,
da unten, da leuchten wir.
|:Sankt Martin hier, dem leuchten wir,
ra bimmel ra bammel ra bum

2.
Und unser Singen muß schallen
bis weit in den Himmel hinein,
soll allen da oben gefallen,
zumal unsern Schutzengelein.
|:Sind alle beim Fest Sankt Martins Gäst
ra bimmel ra bammel ra bum

3.
Ich geh mit meiner Laterne,
und meine Laterne mit mir,
da oben da leuchten die Sterne,
da unten, da leuchten wir.
|:Mein Licht ist aus, ich geh nach Haus,
ra bimmel ra bammel ra bum:

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf, mein Licht, brenne auf, mein Licht,
aber nur meine liebe Laterne nicht!

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne.
Scheine weit, mein Licht, scheine weit mein Licht,
bleibe immer mein liebes Laternenlicht!

St. Martinslied

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.
Sankt Martin, Sankt Martin,
im Schnee, da saß ein armer Mann,
hatt’ Kleider nicht, hatt’ Lumpen an.
“O helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bittre Frost mein Tod!”

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zog die Zügel an,
sein Ross stand still beim armen Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.

Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin gab den halben still;
der Bettler gern ihm danken will.
Sankt Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.

Text und Musik: Autoren unbekannt, Melodie seit dem 18. Jahrhundert überliefert.

 


Gebühren der Städtischen Einrichtungen

Die neue Gebührenordnung der Städtischen Einrichtungen gibt es hier.

Gebühren

Protokoll zum 8. Treffen des GEB

Protokoll zum 8. Treffen des GEB, am 12. Juli, im Diebsloch in Weinheim

Teilnehmer
Miriam    Godau,    Krippe Postillion (Protokoll)
Anke Heinze, Kiga Löwenzahn Oberflockenbach
Werner    Naumann,    Krippe Kuhwaid
Bettina    Straßheim,    ev. Kindergarten Regenbogenland
Jette    Veigel,    KiTa Bürgerpark
Katinka Weidler, KiTa St Laurentius
Cathrin Zopf, ev. Kindergarten Regenbogenland

TOP 1

Bericht JHA

TOP2
Auflösen des JHA wegen Ausgliederung des JA

Der JHA soll künftig mit einem Kommittee ersetzt werden. In diesem Kommittee soll auch der GEB einen Sitz haben. Es ist sehr erfreulich, dass der GEB auch weiterhin einen Austauschplattform mit Gemeinderäten, Verwaltung und denen in der Jugendhilfe Aktiven pflegen kann. Allerdings ist mit einer Reduktion der möglicen EInflußnahem zu rechnen, da es keinerlei Rechtsform des Kommittees geben wird.

Es wurden die Möglichkeiten im JHA Rhein Neckar einen Sitz zu beantragen diskutiert und zunächst wegen der Terminhäufigkeit bis auf weiteres verschoben. Künftig soll über verstärke Lobbyarbeit mit den Fraktionen ein neuer Weg der beratenden Einflußnahme gefunden werden.

TOP3

Ab dem Kindergartenjahr 2011/12 gelten für die Einrichtungen der Stadt Weinheim neue Gebühren. An diese Gebührenordnung halten sich auch die konfessionellen Einrichtungen. Der GEB sollte zu diesem Thema gehört werden, hat auch einen eigenen Vorschlag eingereicht, der dann aber aus Zeitgründen nicht berücksichtigt wurde. Die neue Gebühren wurden anstatt wie geplant für zwei nur für ein Jahr festgelegt. Die Verwaltung möchte bevor die neuen Gebühren für das Jahr 2012/13 festgelegt werden sich mit dem GEB rechtzeitig beraten. Der GEB freut sich über diese Bereitschaft offen über ein neues Gebührenmodell diskutieren zu können.

neue Gebühren der Stadt Weinheim für Krippen, KiTas und Horte

Vorschlag für ein neues Gebührenmodell, entwickelt vom GEB

TOP4
Das Amt für Schulen Sport und Bildung möchte sich im neuen Kindergartenjahr verstärkt dem Thema Ernährung annehmen. Dies soll in Zusammenarbeit mit dem GEB erfolgen.

TOP5
Ende des Jahres stehen beim GEB Neuwahlen an. Beim nächsten Treffen im November sollen die Wahlen stattfinden.
Laut Satzung sind die Vorsitzenden neu zu wählen. Durch die natürliche Elternbeiratsfluktuation benötigt der GEB auch neue Beisitzer.

Mögliche Kandidatinnen:

Katinka Weidler eventuell für die kathalischen Kitas
Cathrin Zopf kandidiert eventuell für dei evangelischen KiTas

Wir suchen noch Bewerber für den Bereich Krippen, Horte und Städtische Einrichtungen. Bei Interesse bitte melden!

TOP6

Nächstes Treffen am 15. oder 16. November

Gesamtelternbeirat mischt mit Gebührenvorschlag Gemüter auf

Die Erhöhung der Gebühren für Krippen, Kindertagesstätten und Horte nach dem Vorschlag des Amtes für Bildung und Sport ist beschlossene Sache. Immerhin wurden die neuen Gebühren von Gemeinderat nicht wie ursprünglich geplant für zwei Jahre sondern nur für ein Jahr festgelegt.

„Wir werten es als Teilerfolg, dass Oberbürgermeister Bernhard bei der Gemeinderatssitzung am 25. Mai explizit darauf hingewiesen hat, dass er uns Elternsprecher nächstes Jahr frühzeitig in die Beratungen mit einbeziehen möchte“, erklärt Miriam Godau, Vorsitzende des Gesamtelternbeirates KiTa, Krippe und Hort.

Bereits in diesem Jahr war geplant die Elternvertreter einzubeziehen. Vier Wochen Zeit hatten die Elternvertreter um den Vorschlag für ein alternatives Gebührenmodell zu erarbeiten. Einen konkreten Vorschlag zur Vereinfachung der bisher 40 auf nur noch 16 Gebührenabstufungen reichte der Gesamtelternbeirat am 1. April ein: Zu spät für die Prüfung durch das Amt für Bildung und Sport.

„Natürlich sind wir enttäuscht, dass unsere Vorschläge nicht für die diesjährige Gebührensatzung berücksichtigt wurden. Wir freuen uns aber auch darüber, dass wir die Diskussion steuern konnten. Alle Fraktionen und natürlich das Amt für Bildung und Sport haben sich mit unserem Vorschlag auseinander gesetzt“, erläutert Jette Veigel, Vorsitzendes des Gesamtelternbeirates, zufrieden.

Das Gebührenmodell des Gesamtelternbeirates sieht eine Entlastung der Ein-Kind-Familie vor, die im aktuellen Modell für einen einzigen Platz im Regelkindergarten mehr bezahlen muss als eine Mehrkindfamilie für insgesamt sechs Kinder.

Um Sprachförderung und kulturelle sowie soziale Integration voranzutreiben will der Vorschlag des Gesamtelternbeirates Kindern aus Familien mit vier und mehr Kindern den kostenlosen Besuch der Einrichtung erlauben, wenn sie regemäßig teilnehmen.

Der Gesamtlernbeirat schlägt vor, dass Alleinerziehende automatisch so eingruppiert werden als hätten sie ein Kind mehr. So würde sich der Monatsbeitrag für den Regelkindergarten bei Alleinerziehenden mit einem oder zwei Kindern um etwas mehr als 20 EUR reduzieren.

Ein großes Anliegen ist es dem Gesamtelternbeirat das System der Platzvergabe in Krippe und Hort zu vereinfachen. Er schlug deshalb das Platz-Sharing-Modell vor: Eltern bewerben sich gemeinsam um einen Platz für ihre Kinder, den sie sich tageweise teilen ohne dass die Einrichtung den Verwaltungsaufwand stemmen muss. Die Einrichtungen könnten so von einer vollen Auslastung profitieren und Eltern, die nur an drei Tagen die Woche arbeiten, würden bei der Platzvergabe gegenüber den täglich arbeitenden Eltern nicht weiter benachteiligt werden.

Startschuss für die neuen Gebühren ist das Ende der Sommerpause. Am 1. September. Nach der Sommerpause ist vor der Sommerpause und der Gesamtelternbeirat wünscht sich eine frühzeitige Einbeziehung in die Diskussion über die neuen Gebühren für das Kindergartenjahr ab September 2012.

 

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Zum Gebührenvorschlag vom GEB

Vorschlag für neue Gebührenstruktur

Schlank und effizient statt bürokratisch!
Von 40 Gebührenabstufungen auf 12 – und das ohne Einnahmeverluste für die Stadt und damit den Steuerzahler! Im Gegenteil ist damit sogar die geplante Gebührenerhöhung um 4% bereits mit abgedeckt.
Wir, der GEB KiTas, Krippen und Horte haben in Nachtschichten gerechnet und diskutiert, anhand von Zahlen, die wir aus dem Jugendhilfeplan und JHA-Unterlagen entnommen und vom Schulamt bekommen haben. Und haben ein Gebührenmodell erarbeitet, das nicht nur gerechter, sondern auch einfacher und vor allem zukunftsfähiger ist als das bisherige.

Bitte lesen Sie weiter unten unsere Erläuterungen zu diesem Kalkulationen.

 

Bitte klicken Sie auf die Bilder um die ausführliche Kalkulation im zugrundeliegenden Excelsheet zu sehen. Sie können unsere Kalkulationen dort genau nachvollziehen, bei Fragen stehen wir gern zur Verfügung.

Folgende 5 Überlegungen liegen dem Modell zugrunde:

1.Vereinfachung

a) in Krippe, KiTa und Hort:

  • keine extra Beiträge für U3-Betreuung, für U3-Kinder sollten Krippenbeiträge erhoben werden.
  • Der Städtetag erlaubt die Erhebung der doppelten Kindergartengebühr für U3 im Kindergarten, da das Kind faktisch zwei Plätze belegt.
  • VÖ-Angebot ohne Mittagessen abschaffen, nur noch Zeitstaffelungen bis 12 Uhr (Hort: 13.30h), bis 14 Uhr und bis 17 Uhr anbieten (Abschläge nur, falls angebotene Öffnungszeit in der jeweiligen Einrichtung kürzer als 17 Uhr ist).
  • Platz-Sharing 50/50 mit 2 Partnern. Ersetzt 3-Tagesangebote, um eine ökonomische Aufteilung und Auslastung zu gewährleisten.

  • b) in der Grundschulbetreuung:

  • Es gibt nur noch 4 Angebote mit Mittagessen und VÖ ohne Mittagessen, Gebühren für Ganztagsschule und Grundschulbetreuung sind in einem Modell mischkalkuliert. Begründung: Gleichbehandlung aller Grundschulbetreuungsarten, da die Eltern das Modell und die Gebühr wegen Schulsprengel nicht auswählen können!
  • 2. Entlastung der Alleinerziehenden

  • Alleinerziehende sollten so eingruppiert werden, als ob sie ein Kind mehr hätten. Die Aufforderung, sich via Jugendamt “Gebührenerlass” zu holen,
    finden wir entwürdigend und viel zu aufwändig, vor allem für die Alleinerziehenden – lieber Präsenz beim Kind als Bürokratie für Einkommensnachweise o.ä.!
  • 3. Kinderreiche Familien

  • Familien mit 4 Kindern sollten den KiTa-Besuch kostenlos bekommen, vorausgesetzt die Teilnahme ist regelmäßig (= mindestens 3x die Woche bzw. 12x im Monat).Dies ist ein Steuerungselement, wie es Wissenschaftler fordern, um Kinder aus einkommensschwachen und bildungsfernen sowie Migrationsfamilien verstärkt in die
    Einrichtungen zu bekommen.(Quelle: BMFSFJ-Internetseite: Forum frühkindliche Bildung – Aus der Wissenschaft) >Da weniger als 10% der Kinder aus 4- oder Mehrkindfamilien stammen, bedeutet es für im Durchschnitt max. 2 Kinder pro Gruppe durch die Gruppenleitungkontollieren zu lassen (Strichliste), ob der Besuch der Kinder regelmäßig erfolgt.
  • 4. Entlastung der Ein-Kind-Familien

  • Die Relationen der Gebührenabstufungen zwischen 1-Kind, 2-Kind, 3-Kind und 4-Kind-Familien wurden geändert auf 100-80-60-25%, indem die Beiträge für ein-Kind-Familien heruntergenommen und für die Mehr-Kind-Familien leicht hochgenommen wurden. Wir fanden, dass bei der letzten Gebührenerhöhung die 1-Kind-Familien unangemessen stark belastet wurden. Außerdem sollte immer noch gegeben sein, dass mehr Kinder auch mehr kosten (im alten Modell zahlte eine Familie mit einem Kind mehr als Familien mit vier Kindern für alle vier Kinder).
  • 5. Relation der verschiedenen Betreuungsarten zueinander

  • Quantität und Qualität der Betreuung bildet sich gebührenseitig in der Relation der verschiedenen Betreuungsarten zueinander ab.
  • Anmerkung zum Hort: während der Schulzeit am Vormittag wird außer einer Präsenzkraft kein Personal benötigt (verlässliche Grundschule)
  • Insbesondere die Vereinfachung halten wir für dringend geboten:

  • neben dem Schulamt haben auch noch die Stadtkasse, die Eltern (bei Anmeldung, Bezahlung, Monitoring und Aufstellung für Steuerausgleich) die Betreuungseinrichtungen und das Finanzamt 12 oder 40 Modelle abzuwickeln. Das bedeutet mannigfache Fehlerquellen und unendlichen Verwaltungsaufwand. Für die Einrichtungen bedeutet es eine aufwändige Personalplanung – es dürfte denkbar schwierig sein, Personal für 1 Stunde morgens und ein oder zwei Stunden Nachmittags aufzutreiben. Ansonsten muss das Personal durchbezahlt werden und das ist Verschwendung von Steuermitteln. Abgesehen davon, dass fast immer die Mütter die Hetze haben, das Kind dann mitten am Tag pünktlich abzuholen – hier könnten insbesondere berufstätige Mütter deutlich entlastet werden.
  • durch die administrative Entlastung erhoffen wir uns Zeitkapazitäten bei der Verwaltung, um das Betreuungsangebot qualitativ und quantitativ auszubauen und Fundraising betreiben zu können.
  • Außerdem dient unser Modell der sozialen Gerechtigkeit und ist zukunftsfähig, weil es Trends (von zwischen Kommune und Land gestückelten Betreuungsmodellen für Grundschüler hin zu Ganztagsschule und hin zu mehr und längerer Berufstätigkeit der Mütter) aufnimmt bzw. vorwegnimmt.

    Falls wir Sie überzeugen konnten, dass unser Modell wichtige Aspekte enthält, die in der Vorlage der Verwaltung nicht ausreichend abgebildet sind, dann schaffen Sie Zeit für Diskussion und Optimierung der Vorlage, indem Sie die Vorlage ans Amt zurückdelegieren. Wir möchten gerne die gute Zusammenarbeit mit Frau Harmand und ihren Mitarbeiterinnen fortsetzen und gemeinsam eine Vorlage ausarbeiten, doch leider war unser Vorschlag nicht rechtzeitig genug fertig, um diesen Prozess vorab miteinander zu durchlaufen. Doch die Zeit reicht noch für eine Gebührenänderung zum kommenden Kindergarten-/ Schuljahr.

    Emotional die schönste Baustelle

    Weinheim schreitet beim Ausbau der Betreuungsplätze für Kleinkinder weiter forsch voran. Am Wochenende wurde die neue Kinderkrippe in der Kindertagesstätte Kuhweid inmitten der Weststadt eingeweiht. Für Weinheims Oberbürgermeister Heiner Bernhard war es schon die dritte Eröffnung einer kommunalen Krippe in diesem Jahr. „Weinheims größte Kindertageseinrichtung hat sein jüngstes Kind bekommen“, schmunzelte der OB.
    Die Stadt legt im Laufe des Jahres 2010 bei der Kleinkinderbetreuung mit freien und konfessionellen Trägern um 80 Plätze zu. Ende dieses Jahres sei eine Betreuungsquote der unter dreijährigen Kinder von knapp 26 Prozent erreicht haben. Bernhard: „Das kann sich im regionalen und bundesweiten Vergleich durchaus sehen lassen.“ In den letzten Wochen konnten nach und nach Kleinkinder im Alter von unter drei Jahren in die neuen Räume einziehen, die speziell für Kleinkinder konzipiert sind. Architekt Uwe Beuchle konnte dabei immer wieder auf die praxisnahen Tipps der Erzieherinnen zurückgreifen. 150 000 Euro hat die Stadt in den Ausbau der Krippe investiert, dazu kommen rund weitere 100 000 Euro für einen neuen Fußboden und neue Fenster im gesamten 1972 erbauten Gebäude. KiTa-Leiterin Antje Kerschbaum und Melanie Embach-Nickel als verantwortliche Erzieherin der neuen Krippe verwiesen auf das konstruktive Verhältnis zum Planer, den Mitarbeitern des Bauverwaltungs- und Hochbauamtes und den Handwerksfirmen. „Alle sagten, das sei die emotionalste Baustelle, die sie haben“, erinnerte sich Melanie Embach-Nickel. Sie wird die elf Krippenplätze gemeinsam mit ihren Kolleginnen Eva Krüger und Stefanie Pohl betreuen. Die neue Krippe sei auch für die Mitarbeiterinnen der KiTa „ein Wunschkind“ gewesen, wie Melanie Embach-Nickel erklärte. Denn das Angebot passe sehr gut in die Vielfalt der KiTa, die Teil des Mehrgenerationenhauses ist. OB Bernhard lobte das „pädagogische und emotionale Niveau“ der Erzieherinnen in der Kuhweid. Denn besonders die KiTa Kuhweid spiele ja mit ihrem ambitionierten pädagogischen Anspruch gerade im Kontext zur Weinheimer Bildungskette eine ganz wichtige Rolle – nicht nur räumlich. Die Einrichtung gehöre zu den Aktivposten der Projekte, die Kinder aus allen Schichten sehr fundiert auf die Schule und den weiteren Lebensweg vorbereitet. Heiner Bernhard zur Finanzierung der neuen Krippe: „Die Herausforderung, die eine Kommune heute beim Thema Kleinkinderbetreuung annehmen muss, ist gewaltig – und genau genommen vor dem Hintergrund der kommunalen Finanzkrise eigentlich nicht zu stemmen. Dass wir es trotzdem tun, beweist unsere Überzeugung, dass die Kinderbetreuung ansich und damit die Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine der entscheidenden Aufgaben unserer Gesellschaft ist.“ Während in allen anderen Bereichen der Stadtverwaltung der Personalstand in den letzten Jahren merklich gesunken ist, habe die Stadt im Bereich der Kinderbetreuung 16 neue Stellen geschaffen, das sind Kosten von 780 000 Euro zusätzlich. Der OB bekräftigte: „Weinheim stellt sich hier und bei den weiteren Einrichtungen der Kleinkinderbetreuung seiner gesellschaftlichen Aufgabe. Ich würde mir wünschen, andere gesellschaftliche Kräfte, wie die Vertreter der Wirtschaft, und andere politische Ebenen würden das genauso tun. Im Moment jedenfalls sind die Lasten der Finanzierung ungerecht verteilt.“

    Quelle Weinheim.de

    Zweite Kommunale Kinderkrippe wird eröffnet: Das Mäusenest

    Heute wurde die neue Kinderkrippe Mäusenest mit zehn Plätzen in Weinheim-Hohensachsen feierlich eröffnet. Es ist die zweite kommunale Krippe in Weinheim. Oberbürgermeister Bernhard betont in seiner Rede, dass er sich eine finanzielle Unterstützung beim Ausbau der Kinderbetreuungsplätze auch von der Wirtschaft wünschen würde.

    Ein neues Passivhaus mit gut durchdachten Bildungsorten ist nun das Nest für die Mäuse im Alter von ca. 1 bis 6 Jahren.

    Die Kinder im Mäusenest bewiesen ein erstaunliches Durchhaltevermögen. Eine knappe Stunde hielten sie sich still während diverser Reden und gaben zwischendurch verschiedene Gesangseinlagen zum Besten. Die Leiterin der Kinderkrippe, Frau Evelyn Edinger-Finjap, erläutert beispielsweise das Konzept der neuen Krippe, so dass alle anwesenden Eltern direkt und gut informiert wurden. Alle Erzieherinnen und auch die Praktikantin waren präsent, kümmerten sich um die Kinder, während einige Eltern die Musikeinlagen begleiteten und beantworteten außerdem alle Fragen rund um die Räumlichkeiten, die gewählte Architektur und natürlich die “Hundekörbchen” im Schlafraum.
    Das junge Team wirkt sehr engagiert und freut sich schon auf die weiteren Schritte: Bepflanzung mit Trauben im Hof sowie die Anschaffung eines Klettergerüstes für den Garten. Auch der Förderverein und Elternbeirat haben den Erzieherinnen tatkräftig bei der Organisation beigestanden und ein großzügiges Kuchenbuffet gezaubert. Bei Sekt und Orangensaft stießen, Eltern, Stadtverwaltung, Architekten, Erzieher und natürlich die kleinen Mäuse im neuen Nest auf schöne Zeiten an.

    Schlüsselübergabe durch den Architkten Rolf Winkler an den Oberbürgermeister Bernhard. Dieser gibt den Schlüssel weiter an die Leiterin Evelyn Edinger-Finja der Kinderkrippe Mäusenest in Hohensachsen bei der Eröffnung heute Vormittag.

    FOCUS: Didacta-Präsident Fthenakis zweifelt am Willen zum Krippenausbau

    Bildungsforscher und Didacta-Präsident Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis hat gegenüber dem Nachrichtenmagazin FOCUS Zweifel am Willen der Kommunen geäußert, bis 2013 ausreichend Betreuungsplätze für Kinder ab einem Jahr zu schaffen.

    Dem FOCUS sagte Fthenakis, er sei “nicht sicher, ob die Kommunen angesichts der derzeitigen Finanzlage diesem Anspruch entsprechen wollen und können”. Allerdings sei nicht nur die Quantität der Angebote ein Problem, sondern auch die Qualität, so der Entwicklungspsychologe. “Wir haben nichts Substanzielles geleistet, was die Qualität in diesen Einrichtungen anbelangt. Und wir haben zu wenig gut ausgebildetes Personal. Bis 2013 fehlen uns insgesamt 25 000 Fachkräfte. Die können wir nicht über Nacht bereitstellen.” Dennoch ist Fthenakis überzeugt, dass die Bundesregierung am Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz festhalten muss. Andernfalls würde dies ” andere gesellschaftliche Probleme schaffen”. Es müsse “mehr Geld ins System fließen. Für unsere Kleinsten brauchen wir beste Bildungsqualität.”

    Die Forderungen nach einem Krippengipfel sieht Fthenakis kritisch: “Solche Veranstaltungen bringen erfahrungsgemäß nicht viel. Die Probleme müssen vor Ort gelöst werden.”

    Quelle: FOCUS
    Foto: © Eric Isselée / Fotolia.com