Archive for the 'Kommunalpolitik' Category

FOCUS: Didacta-Präsident Fthenakis zweifelt am Willen zum Krippenausbau

Bildungsforscher und Didacta-Präsident Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis hat gegenüber dem Nachrichtenmagazin FOCUS Zweifel am Willen der Kommunen geäußert, bis 2013 ausreichend Betreuungsplätze für Kinder ab einem Jahr zu schaffen.

Dem FOCUS sagte Fthenakis, er sei “nicht sicher, ob die Kommunen angesichts der derzeitigen Finanzlage diesem Anspruch entsprechen wollen und können”. Allerdings sei nicht nur die Quantität der Angebote ein Problem, sondern auch die Qualität, so der Entwicklungspsychologe. “Wir haben nichts Substanzielles geleistet, was die Qualität in diesen Einrichtungen anbelangt. Und wir haben zu wenig gut ausgebildetes Personal. Bis 2013 fehlen uns insgesamt 25 000 Fachkräfte. Die können wir nicht über Nacht bereitstellen.” Dennoch ist Fthenakis überzeugt, dass die Bundesregierung am Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz festhalten muss. Andernfalls würde dies ” andere gesellschaftliche Probleme schaffen”. Es müsse “mehr Geld ins System fließen. Für unsere Kleinsten brauchen wir beste Bildungsqualität.”

Die Forderungen nach einem Krippengipfel sieht Fthenakis kritisch: “Solche Veranstaltungen bringen erfahrungsgemäß nicht viel. Die Probleme müssen vor Ort gelöst werden.”

Quelle: FOCUS
Foto: © Eric Isselée / Fotolia.com

Der neue OB nennt Bildung & Betreuung an erster Stelle bei den Herausforderungen für die nächste Amtsperiode

Wir gratulieren herzlich zur Wiederwahl und freuen uns über diese klare Formulierung der Ziele!

Ganz am Ende zu sehen

„KII“ in Weinheim – eine „beeindruckende Bilanz“

Fast 20 Maßnahmen, vor allem in Schulen und Kindergärten, werden 2010 abgeschlossen

„Regionale Wirtschaftsförderung“, „Existenzsicherung von Betrieben“, „sinnvolle Maßnahmen beherzt umgesetzt“, eine „beeindruckende Bilanz“ – so und so ähnlich lautete jetzt das Fazit des Weinheimer Gemeinderates des Konjunkturpaketes „KII“ in der Stadt. Das Bauverwaltungs- und Hochbauamt der Stadtverwaltung hatte dem Gremium eine ausführliche Liste von fast 20 Maßnahmen vorgelegt, die entweder schon abgeschlossen sind oder im Laufe der nächsten Monate abgeschlossen werden. Insgesamt bekam die Stadt Weinheim aus KII-Zuschüssen rund zwei Millionen Euro bewilligt. Weitere 25 Prozent sattelte die Stadt trotz der schwierigen Finanzlage aus eigenen Mitteln dazu, so dass eine Gesamtinvestition in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro möglich wurde. Bei einem Neubau als Erweiterung des Heisenberg-Gymnasiums ging die Stadt sogar über den Förderrahmen hinaus und erhöhte somit das Investitionsvolumen auf rund 3,4 Millionen Euro. Der Großteil der Investitionen kam und kommt energetischen Sanierungen in Schulen und Kindergärten zugute. Die Stadtverwaltung betonte, dass es nicht leicht war, bei der Berechnung der Kosten und Zuschüsse jeweils eine „Punktlandung“ zu schaffen. Außerdem sei es gelungen, die KII-Maßnahmen mit planmäßigen Vorhaben des Vermögenshaushaltes „sinnvoll zu kombinieren“. KII-Beauftragter Peter Zschippig betonte: „Alle beteiligten Mitarbeiter tragen mit großem Einsatz und viel kreativem Denken dazu bei, dass Weinheim vom Konjunkturprogramm II nachhaltig profitiert.“

Die Maßnahmen auf einen Blick

Quelle:
Weinheim.de

Gemeinderat regelt Gebühren und Förderrichtlinien für Krippen

Im nächsten Jahr wird es nach den Planungen der Stadtverwaltung in Weinheim 309 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geben. Das entspricht dann einem Versorgungsgrad von rund 28 Prozent. Wie Bürgermeister Heiner Bernhard in der letzten Sitzung des Gemeinderates vor Weihnachten berichtete, bewegt sich die Stadt damit zielstrebig auf die vom Land bis zum Jahr 2013 empfohlene Betreuungsquote von 34 Prozent zu. Der Gemeinderat regelte jetzt die Gebühren sowie die Förderrichtlinien für private und konfessionelle Träger von Betreuungseinrichtungen. Im Moment können in Weinheim 219 Kinder unter drei Jahren betreut werden, die meisten davon, nämlich 120, in altersgemischten Kindergartengruppen. 80 Plätze stehen nach Angaben der Stadt bei Tagesmüttern zur Verfügung, weitere 19 bei Krippen. Angestrebt werden künftig rund 375 Betreuungsplätze für Kleinkinder. 90 neue Krippenplätze sollen nun aber im Jahr 2010 entstehen und damit eine Bedarfslücke füllen. Unter anderem sollen in kommunalen Einrichtungen 40 neue Krippenplätze entstehen: In der KiTa Kuhweid, der KiTa Bürgerpark und dem Neubau des „Mäusenestes“ in Hohensachsen.
Freie Träger haben weitere 40 Plätze in Planung, zehn Plätze sollen im evangelischen Kindergarten „Sonne“ in der Innenstadt entstehen. Die Stadt will bei Neubau- und Ausbaumaßnahmen 70 Prozent der Investitionskosten übernehmen.
Die „Sonne“ hat den ersten Antrag gestellt.
Bei den Betriebskosten werden freie Träger, wie die Vereine „Postillon“ und „Wichtelstübchen“ nun von der Stadt gleichbehandelt mit den konfessionellen Trägern. Beide Anbieter werden mit mindestens 68 Prozent der Ausgaben gefördert. Die Verwaltung ließ sich von der Mehrheit des Gemeinderates überzeugen, die forderte, eine zunächst beabsichtigte Differenz zwischen konfessionellen und freien Trägern abzuschaffen.
Eine Sonderbehandlung von konfessionellen Trägern „passt nicht in die Landschaft“, erklärte zum Beispiel MdL Hans-Ulrich Sckerl. Er plädierte für Einzelfallregelungen, die vom kommunalen Rechnungsprüfungsamt geprüft werden, und gegebenenfalls für einen höheren Defizitausgleich. „Wir wollen eine pragmatische Lösung, mit der möglichst schnell möglichst viele Plätze geschaffen werden, das halte ich auch für unsere Pflicht“, argumentierte Oberbürgermeister Heiner Bernhard. Bei den städtischen Kinderkrippen will die Stadt verschieden Zeitmodelle anbieten: Entweder an drei oder fünf Tagen können die Kleinkinder sechseinhalb Stunden, neun Stunden oder sogar zehn Stunden betreut werden, in der KiTa Kuhweid wird zum Beispiel eine Öffnungszeit von 7.15 Uhr bis 16.30 Uhr angestrebt.
Im Gemeinderat wurde angeregt, ein ergänzendes Angebot von Tagesmüttern durch eine kommunale Bezuschussung auszubauen. Bei den Gebühren will sich die Stadt nach den Empfehlungen des Städtetages richten, der grundsätzlich zu einer Beteiligung der Eltern in Höhe von rund 20 Prozent an den Betreuungskosten rät. Die Stadt staffelt die Gebühren je nach Öffnungszeiten und – mit einem sozialen Faktor versehen – nach der Kinderanzahl in den Familien. Zum Beispiel bezahlt eine Familie mit einem Kind für eine neunstündige Betreuung an fünf Tagen in der Woche 370 Euro im Monat. Eine Familie mit vier Kindern aber nur 74 Euro pro Kind für die gleiche Betreuungszeit.
Quelle: weinheim.de

Weinheim baut die Kleinkinder-Betreuung aus

Mit einer Mischung aus städtischen, konfessionellen und privaten Gruppen will die Stadt Weinheim in den nächsten Jahren die Kleinkinder-Betreuung deutlich ausbauen.
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Gründung des Gesamtelternbeirates für Kindergärten und Krippen in Weinheim gelungen

Am 14.5.09 trafen sich die Elternbeiräte der Weinheimer Kindergärten und Krippen zum Erfahrungsaustausch und beschlossen anschließend einstimmig, sich zu einem Gesamtelternbeirat für Kindergärten und Krippen zusammenzuschließen. Vertreten waren Einrichtungen der großen Träger (Evangelische Kirche, Stadt, Katholische Kirche) und die Stadtteile Kernstadt, Weststadt, Nordstadt und Lützelsachsen, nicht anwesend waren die Einrichtungen der freien Träger und die Stadtteile Südstadt, Sulzbach, Hohensachsen, Rippenweier und Oberflockenbach.

Die am häufigsten genannten Themen waren Wunsch nach einrichtungsübergreifendem Erfahrungsaustausch, Personalknappheit, Kommunikation der Erzieherinnen mit den Eltern, Transparenz für die Eltern, was in den Einrichtungen wann und warum passiert und Flexibilität der Einrichtungen bezüglich dem Aufgreifen von Elternvorschlägen.

Als 1. Vorsitzende wurde Miriam Godau, Elternbeirätin in der Kinderkrippe Postillion einstimmig gewählt, als Stellvertreterin wurde Jette Veigel, Elternbeirätin in der KiTa Bürgerpark ebenfalls einstimmig gewählt. Ebenso wurde einstimmig beschlossen, die Vorsitzenden in den Jugendhilfeausschuss zu entsenden, wenn der Gemeinderat nach der Wahl diesbezüglich die Änderung der Zusammensetzung des Jugendhilfeausschusses beschließt.

Die nächsten Schritte sind die Erstellung einer Geschäftsordnung, eines Internetauftrittes und die Information an die Elternbeiräte und Leitungen der einzelnen Einrichtungen, wie ab nächstem Kindergartenjahr mit der Delegation der Elternbeiräte in den GEB zu verfahren ist.