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Städte sehen Kita-Ausbau durch Anwohner-Klagen bedroht

Mainz (ots) – Die Städte und Gemeinden in Deutschland sehen den bis 2013 geplanten Ausbau der Kindertagesstätten durch zunehmende Klagen von Anwohnern bedroht. Der Vizepräsident des Deutschen Städtetags, Christian Ude, sagte im Interview mit dem ARD-Politikmagazin “Report Mainz”: “In der Tat erleben wir in reinen Wohngebieten eine erschreckende Streitlust und Prozessfreude von Nachbarn, die Kinderlärm nicht als Zukunftsmusik empfinden, sondern als eine rechtlich unzulässige Störung und die gegen Kindertagesstätten vor den Kadi ziehen.” Auch der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, befürchtet, dass der Kita-Ausbau wegen klagenden Anwohnern ins Stocken gerät: “Gerade in den Ballungszentren, in den Städten, da ist der Bedarf am größten, da brauchen wir diese zusätzlichen Kindertagesstätten, und da ist leider auch der Widerstand der größte.”

Die Städte und Gemeinden erwarten, dass die Zahl der Klagen gegen Kitas wegen des geplanten massiven Ausbaus der Betreuungsplätze in den kommenden Jahren noch zunehmen wird. Christian Ude sagte gegenüber “Report Mainz”: “Wie jede Prozesslawine ist auch diese im Anwachsen. Die Streitlust nimmt leider tatsächlich zu.” Auch Gerd Landsberg beobachtet, dass die Widerstände von Anwohnern mit dem Kita-Ausbau steigen: “Das Problem ist, dass der Ausbau ins Stocken geraten kann und wir dann noch mehr Schwierigkeiten haben, den Anspruch des Gesetzgebers zu erfüllen.”

Viele Kläger nutzen derzeit das Baurecht, um den Bau von Kitas zu verhindern. Denn die so genannte Baunutzungsverordnung (§ 3 BauNVO) erlaubt Kitas in reinen Wohngebieten nicht grundsätzlich. Die Bundesregierung hat deshalb erklärt, dass die Baunutzungsverordnung entsprechend geändert werden soll. Auf Anfrage von “Report Mainz” hat Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) jetzt mitgeteilt, dass eine Änderung jedoch frühestens im Jahr 2012 in Kraft treten könne. Denn die geplanten Änderungen an der Baunutzungsverordnung seien Bestandteil einer umfassenden Novelle des Bauplanungsrechts, für die ein förmliches Gesetzgebungsverfahren erforderlich sei, das erst 2011 eingeleitet werde.

Die Vertreter der Städte und Gemeinden in Deutschland fordern die Bundesregierung angesichts des bis 2013 geplanten Ausbaus der Kindertagesstätten jetzt auf, die Gesetzeslücke im Baurecht schneller zu schließen. Städtetags-Vize Ude sagte gegenüber “Report Mainz”: “Sicherlich wird die Zahl der Betreuungseinrichtungen, die geplant werden, deutlich zunehmen. Umso wichtiger wäre es, jetzt sofort den Klägern, die Kinderbetreuungseinrichtungen verhindern wollen, das rechtliche Instrument aus der Hand zu nehmen, denn 2013 ist es zu spät.” Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte: “Bundestag und Bundesrat müssen mehr Tempo machen, um die Klarheit zu schaffen, damit wir planen und umsetzen können.”

Nach dem so genannten Kinderförderungsgesetz müssen in drei Jahren 35 Prozent aller Kleinkinder in Deutschland ein Platzangebot haben, das entspricht 750.000 Plätzen bundesweit. Für die westdeutschen Bundesländer heißt das, dass sie die Betreuungsplätze für Kleinkinder mehr als verdoppeln müssen. Fast 560.000 Plätze werden laut Statistischem Bundesamt benötigt – 238.000 Kleinkinder hatten 2009 einen Krippenplatz. Die Städte und Gemeinden sehen neben den Klagen der Anwohner weitere Probleme für den geplanten Kita-Ausbau. Für die benötigten zusätzlichen Plätze gebe es bislang weder das Geld noch das Fachpersonal.

Quelle:
Das ARD-Politikmagazin “Report Mainz” berichtete am 30. August, um 21.45 Uhr, im Ersten über den “Kampf gegen Kitas – wie klagewütige Anwohner den Bau von Kindertagesstätten verzögern und verhindern”.

FOCUS: Didacta-Präsident Fthenakis zweifelt am Willen zum Krippenausbau

Bildungsforscher und Didacta-Präsident Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis hat gegenüber dem Nachrichtenmagazin FOCUS Zweifel am Willen der Kommunen geäußert, bis 2013 ausreichend Betreuungsplätze für Kinder ab einem Jahr zu schaffen.

Dem FOCUS sagte Fthenakis, er sei “nicht sicher, ob die Kommunen angesichts der derzeitigen Finanzlage diesem Anspruch entsprechen wollen und können”. Allerdings sei nicht nur die Quantität der Angebote ein Problem, sondern auch die Qualität, so der Entwicklungspsychologe. “Wir haben nichts Substanzielles geleistet, was die Qualität in diesen Einrichtungen anbelangt. Und wir haben zu wenig gut ausgebildetes Personal. Bis 2013 fehlen uns insgesamt 25 000 Fachkräfte. Die können wir nicht über Nacht bereitstellen.” Dennoch ist Fthenakis überzeugt, dass die Bundesregierung am Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz festhalten muss. Andernfalls würde dies ” andere gesellschaftliche Probleme schaffen”. Es müsse “mehr Geld ins System fließen. Für unsere Kleinsten brauchen wir beste Bildungsqualität.”

Die Forderungen nach einem Krippengipfel sieht Fthenakis kritisch: “Solche Veranstaltungen bringen erfahrungsgemäß nicht viel. Die Probleme müssen vor Ort gelöst werden.”

Quelle: FOCUS
Foto: © Eric Isselée / Fotolia.com

Krippenbesuch ist besonders wichtig!

So schaffen 55 Prozent mehr Kinder mit Migrationshintergrund den Übergang auf das Gymnasium, wenn sie in den ersten drei Lebensjahren eine Kita besucht haben, wie die Bertelsmann Stiftung 2008 in einer Studie feststellte. Von den Kindern, deren Eltern höchstens einen Hauptschulabschluss haben, gingen sogar 83 Prozent mehr ehemalige Krippenkinder auf das Gymnasium. Der Ausbau der Plätze für unter Dreijährige sowie der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz in dieser Altersgruppe ab 2013 sind daher richtige Weichenstellungen.

Die Investition in mehr Krippenplätze lohnt sich und sollte noch weiter voran getrieben werden!

Quelle: Studie der Bertelsmann Stiftung

Weinheimer Elterninitiative präsentiert mit dem lokalen Bündnis für Familie 10. Still- und Wicklepunkt in der Weinheimgalerie

Wer sein Baby oder Kleinkind schnell wickeln möchte, hat es oft nicht leicht. In der Weinheim Galerie gibt es nun im Untergeschoss einen Still- und Wickelpunkt. Dort sind zwei Wickelflächen vorhanden und es ist Platz um mit einem Kinderwagen hineinzufahren. In Kürze wird dort noch ein Sessel zum Stillen vorhanden sein.


Der Presseartikel aus den Weinheimer Nachrichten vom 12. Mai 2010
Claudia Funke, Weinheimer Elterninitiative mit Dr. Ute Grünhagen, Bündnis für Famile bei der Befestigung des offiziellen Still- und Wickelpunkt Aufklebers.
Die Aktivistinnen von links nach rechts: Claudia Funke, Antonia Scheib-Berten, Sylvia Köhler, Dr. Ute Grünhagen, Miriam und Sara Godau

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„KII“ in Weinheim – eine „beeindruckende Bilanz“

Fast 20 Maßnahmen, vor allem in Schulen und Kindergärten, werden 2010 abgeschlossen

„Regionale Wirtschaftsförderung“, „Existenzsicherung von Betrieben“, „sinnvolle Maßnahmen beherzt umgesetzt“, eine „beeindruckende Bilanz“ – so und so ähnlich lautete jetzt das Fazit des Weinheimer Gemeinderates des Konjunkturpaketes „KII“ in der Stadt. Das Bauverwaltungs- und Hochbauamt der Stadtverwaltung hatte dem Gremium eine ausführliche Liste von fast 20 Maßnahmen vorgelegt, die entweder schon abgeschlossen sind oder im Laufe der nächsten Monate abgeschlossen werden. Insgesamt bekam die Stadt Weinheim aus KII-Zuschüssen rund zwei Millionen Euro bewilligt. Weitere 25 Prozent sattelte die Stadt trotz der schwierigen Finanzlage aus eigenen Mitteln dazu, so dass eine Gesamtinvestition in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro möglich wurde. Bei einem Neubau als Erweiterung des Heisenberg-Gymnasiums ging die Stadt sogar über den Förderrahmen hinaus und erhöhte somit das Investitionsvolumen auf rund 3,4 Millionen Euro. Der Großteil der Investitionen kam und kommt energetischen Sanierungen in Schulen und Kindergärten zugute. Die Stadtverwaltung betonte, dass es nicht leicht war, bei der Berechnung der Kosten und Zuschüsse jeweils eine „Punktlandung“ zu schaffen. Außerdem sei es gelungen, die KII-Maßnahmen mit planmäßigen Vorhaben des Vermögenshaushaltes „sinnvoll zu kombinieren“. KII-Beauftragter Peter Zschippig betonte: „Alle beteiligten Mitarbeiter tragen mit großem Einsatz und viel kreativem Denken dazu bei, dass Weinheim vom Konjunkturprogramm II nachhaltig profitiert.“

Die Maßnahmen auf einen Blick

Quelle:
Weinheim.de

Medienwerkstatt Kindergarten – vom Konsumieren zum Gestalten

Viele Eltern und Erziehungsberechtigte sowie Erzieherinnen wünschen sich eindeutige Antworten aus dem Bereich der Pädagogik bzw. der Psychologie, wenn es um den sachgerechten Umgang von Kindern mit Medien geht. Sie suchen nach klaren Antworten und Regeln. Diese gibt es aber im Bereich der Medienerziehung so wenig wie im gesamten Bereich der Erziehung. Doch diese Anfragen müssen ernst genommen werden. Deshalb will das Programm „Medienwerkstatt Kindergarten – Vom Konsumieren zum Gestalten“ praxisorientierte Lösungsansätze entwickeln und erproben, die im Sinne der Nachhaltigkeit und des Transfers später auch für alle Interessierten zur Verfügung stehen.

Das neue Programm “Medienwerkstatt Kindergarten” soll Kindern im Vorschulalter die modernen Medien als Instrumente näherbringen, mit denen sich etwas Eigenschöpferisches gestalten lässt. Bis zum 31. März können sich Gruppen von Realschülern und Gymnasiasten der Klassen 9 bis 11 sowie Teams von Kindergarten-Erzieherinnen um die Teilnahme am neuen Pilotprogramm “Medienwerkstatt Kindergarten” bewerben.

Die Modellprojekte medienpädagogischer Fortbildung haben eine Laufzeit von insgesamt 15 Monaten. Der Projektbeginn ist für Juli bzw. September 2010 vorgesehen. Das Programm wird vom Institut für Public Health Heidelberg / Mannheim wissenschaftlich begleitet.
Hier finden Sie die gesamte Ausschreibung

Hier finden Sie das Antragsformular für Schulen

Hier finden Sie das Antragsformular für KiTas

Gemeinderat regelt Gebühren und Förderrichtlinien für Krippen

Im nächsten Jahr wird es nach den Planungen der Stadtverwaltung in Weinheim 309 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren geben. Das entspricht dann einem Versorgungsgrad von rund 28 Prozent. Wie Bürgermeister Heiner Bernhard in der letzten Sitzung des Gemeinderates vor Weihnachten berichtete, bewegt sich die Stadt damit zielstrebig auf die vom Land bis zum Jahr 2013 empfohlene Betreuungsquote von 34 Prozent zu. Der Gemeinderat regelte jetzt die Gebühren sowie die Förderrichtlinien für private und konfessionelle Träger von Betreuungseinrichtungen. Im Moment können in Weinheim 219 Kinder unter drei Jahren betreut werden, die meisten davon, nämlich 120, in altersgemischten Kindergartengruppen. 80 Plätze stehen nach Angaben der Stadt bei Tagesmüttern zur Verfügung, weitere 19 bei Krippen. Angestrebt werden künftig rund 375 Betreuungsplätze für Kleinkinder. 90 neue Krippenplätze sollen nun aber im Jahr 2010 entstehen und damit eine Bedarfslücke füllen. Unter anderem sollen in kommunalen Einrichtungen 40 neue Krippenplätze entstehen: In der KiTa Kuhweid, der KiTa Bürgerpark und dem Neubau des „Mäusenestes“ in Hohensachsen.
Freie Träger haben weitere 40 Plätze in Planung, zehn Plätze sollen im evangelischen Kindergarten „Sonne“ in der Innenstadt entstehen. Die Stadt will bei Neubau- und Ausbaumaßnahmen 70 Prozent der Investitionskosten übernehmen.
Die „Sonne“ hat den ersten Antrag gestellt.
Bei den Betriebskosten werden freie Träger, wie die Vereine „Postillon“ und „Wichtelstübchen“ nun von der Stadt gleichbehandelt mit den konfessionellen Trägern. Beide Anbieter werden mit mindestens 68 Prozent der Ausgaben gefördert. Die Verwaltung ließ sich von der Mehrheit des Gemeinderates überzeugen, die forderte, eine zunächst beabsichtigte Differenz zwischen konfessionellen und freien Trägern abzuschaffen.
Eine Sonderbehandlung von konfessionellen Trägern „passt nicht in die Landschaft“, erklärte zum Beispiel MdL Hans-Ulrich Sckerl. Er plädierte für Einzelfallregelungen, die vom kommunalen Rechnungsprüfungsamt geprüft werden, und gegebenenfalls für einen höheren Defizitausgleich. „Wir wollen eine pragmatische Lösung, mit der möglichst schnell möglichst viele Plätze geschaffen werden, das halte ich auch für unsere Pflicht“, argumentierte Oberbürgermeister Heiner Bernhard. Bei den städtischen Kinderkrippen will die Stadt verschieden Zeitmodelle anbieten: Entweder an drei oder fünf Tagen können die Kleinkinder sechseinhalb Stunden, neun Stunden oder sogar zehn Stunden betreut werden, in der KiTa Kuhweid wird zum Beispiel eine Öffnungszeit von 7.15 Uhr bis 16.30 Uhr angestrebt.
Im Gemeinderat wurde angeregt, ein ergänzendes Angebot von Tagesmüttern durch eine kommunale Bezuschussung auszubauen. Bei den Gebühren will sich die Stadt nach den Empfehlungen des Städtetages richten, der grundsätzlich zu einer Beteiligung der Eltern in Höhe von rund 20 Prozent an den Betreuungskosten rät. Die Stadt staffelt die Gebühren je nach Öffnungszeiten und – mit einem sozialen Faktor versehen – nach der Kinderanzahl in den Familien. Zum Beispiel bezahlt eine Familie mit einem Kind für eine neunstündige Betreuung an fünf Tagen in der Woche 370 Euro im Monat. Eine Familie mit vier Kindern aber nur 74 Euro pro Kind für die gleiche Betreuungszeit.
Quelle: weinheim.de

Frischer Wind im Bündnis

Buendnis mit Dr. Gruenhagen„Lokales Bündnis für Familie“ in Weinheim wird von einem neuen Initiativkreis geführt – Breiter aufgestellt

Weinheim. An der Pinnwand hingen mehr bunte Zettel, als sie auf einmal zu zählen waren. Darauf standen Stichworte wie „Netzwerke“, „Integration von Kindern mit Behinderung“, „Mehrgenerationenspielplatz“, „Kostenloses Mittagessen“, „Bolzplätze“, „Ganztageskindergarten“ oder „Jugendräume“ – um nur einige Beispiele zu nennen. Dr. Ute Grünhagen, die für einen neuen Initiativkreis des Weinheimer „Bündnis für Familien“ spricht,  war sichtlich angetan. „Vielen Dank für Ihren Einsatz und Ihre Ideen“, bescheinigte die promovierte Chemikerin und vierfache Mutter. Die „Zettelwirtschaft“ stammte von über 20 Personen, die sich jetzt in einer Vollversammlung trafen, um das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ in Weinheim wieder mehr in den Fokus zu rücken. Es waren Vertreter von Schulen, Elterninitiativen, sowie weiteren Institutionen, der Stadtverwaltung, des Gemeinderates und der örtlichen Wirtschaft – rund um die Akteure des „Lokalen Bündnis für Familien“, das in Weinheim seit vier Jahren „als Ergänzung zur staatlichen und städtischen Familienpolitik arbeitet“. So formuliert es  Dr. Peter Schuster, der das „Bündnis“ vor vier Jahren als Vorsitzender der Vereinigung Weinheimer Unternehmer (VWU) gemeinsam mit Oberbürgermeister Heiner Bernhard gegründet hatte. Schuster, der nun vier Jahre lang Sprecher des Bündnisses war, tritt in die zweite Reihe zurück und stößt damit einen Generationswechsel an. „Für dieses Thema kann auf Dauer kein grauhaariger älterer Herr stehen“, schmunzelte er, versprach aber, als VWU-Sprecher weiter dem Familienbündnis verbunden zu sein.

Als neues Gremium, das für das Familienbündnis Initiator, Motor und Koordinator sein will, gründete sich jetzt ein Initiativkreis mit Dr. Ute Grünhagen an der Spitze. Sie versteht sich als „Koordinatorin“, aber weitere Partnerinnen seien „völlig gleich gestellt“ an ihrer Seite: Jette Veigel, als Sprecherin der Weinheimer Elterninitiative, Martina Ade, evangelische Theologin und Pressereferentin, die sich dem Thema Beruf und Familie widmen und ebenso ihre Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit einbringen will, die promovierte Volkswirtin Dr. Annika Stelter, die Kunsthistorikerin Susanne Zeunert und Alexandra Raquet, die Beauftragte für Chancengleichheit der Stadt Weinheim. Organisatorisch ist das Bündnis nach wie vor auch beim Amt für Jugend und Soziales der Stadt angesiedelt.

Dem neuen Initiativkreis war es besonders wichtig, die Auffrischung des Familienbündnisses mit einer Vollversammlung zu beginnen. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir auf breite Resonanz und großes Engagement gestoßen sind“, erklärte Dr. Ute Grünhagen. Denn das Bündnis für Familie will sich im fünften Jahr seines Bestehens breiter aufstellen und zum Beispiel das Thema „Altenpflege und Familie“ ins Repertoire aufnehmen. Denn diese Anforderung erschwere im Zuge des demografischen Wandels immer mehr eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Auch Oberbürgermeister Heiner Bernhard gratulierte dem Bündnis zum frischen Wind, dankte Dr. Peter Schuster für seine Verdienste in den letzten vier Jahren und wünschte dem neuen Initiativkreis viel Erfolg und breite Unterstützung in der Bevölkerung. Er verwies auch auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wünschte sich in Weinheim „ein Bündnis der Ressourcen“. Gerne werde die Stadt mit dem erneuerten Bündnis „auf einer Augenhöhe“ an einem Strang ziehen.

Nach einem ersten regen Gedankenaustausch rücken die Themen Kinderbetreuung und Vernetzung der bereits bestehenden Angebote als erstes in den Fokus, fasste Ute Grünhagen zusammen. Außerdem soll es  – wie vor 2005 – eine Umfrage bei Weinheimer Unternehmen geben, welchen Beitrag diese zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten können.

In jedem Fall soll die bereits bestehende und gut frequentierte Internetseite      www.buendnis-fuer-familie-weinheim.de, die vor zwei Jahren mit Hilfe des Serviceclubs „Ladies Circle“ und der Bürgerstiftung Weinheim erstellt worden ist, weiter gepflegt und ausgebaut werden.

Internetportal mit frühpädagogischen Studiengängen

Unter fruehpaedagogik-studieren.de/ gibt es ab sofort alle frühpädagogischen Studiengänge in Deutschland auf einen Klick.
“‘Frühpädagogik studieren!”‘ trägt den Forderungen nach mehr Transparenz, Vergleichbarkeit und Vernetzung innerhalb der frühpädagogischen Hochschullandschaft Rechnung. Es soll außerdem den Bekanntheitsgrad von frühpädagogischen Studienabschlüssen und ihren Profilen steigern”, so Prof. Dr. Stefan Sell. Unter seiner Leitung hat das Team des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Fachhochschule Koblenz “Frühpädagogik studieren!” entwickelt. Gefördert wird das Projekt durch die Robert Bosch Stiftung.

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Investitionen in frühkindliche Bildung wichtiger als in jeder anderen Entwicklungsphase

Frühkindliche Bildungs- und Betreuungsmaßnahmen tragen entscheidend zur späteren Entwicklung und dem Bildungserfolg von Kindern bei. Das gilt aber nur, wenn diese Maßnahmen auch einen qualitativ hohen Standard aufweisen.
So lautet das Fazit des neuen Berichts des Networks of Experts in Social Sciences of Education and Training, NSSE, der von der EU-Kommission veröffentlich wurde.

Der gesamte Bericht kann hier gelesen werden.
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