Archive for the 'presse' Category

Trotz EHEC Gurken für Grundschulkinder

In der Carl Orff Grundschule gibt es heute Gurkensalat, gestern gab es Rohkost mit Paprika, Tomaten und Gurken. Der Caterer scheint keine Zeitung zu lesen, oder?

Gesamtelternbeirat mischt mit Gebührenvorschlag Gemüter auf

Die Erhöhung der Gebühren für Krippen, Kindertagesstätten und Horte nach dem Vorschlag des Amtes für Bildung und Sport ist beschlossene Sache. Immerhin wurden die neuen Gebühren von Gemeinderat nicht wie ursprünglich geplant für zwei Jahre sondern nur für ein Jahr festgelegt.

„Wir werten es als Teilerfolg, dass Oberbürgermeister Bernhard bei der Gemeinderatssitzung am 25. Mai explizit darauf hingewiesen hat, dass er uns Elternsprecher nächstes Jahr frühzeitig in die Beratungen mit einbeziehen möchte“, erklärt Miriam Godau, Vorsitzende des Gesamtelternbeirates KiTa, Krippe und Hort.

Bereits in diesem Jahr war geplant die Elternvertreter einzubeziehen. Vier Wochen Zeit hatten die Elternvertreter um den Vorschlag für ein alternatives Gebührenmodell zu erarbeiten. Einen konkreten Vorschlag zur Vereinfachung der bisher 40 auf nur noch 16 Gebührenabstufungen reichte der Gesamtelternbeirat am 1. April ein: Zu spät für die Prüfung durch das Amt für Bildung und Sport.

„Natürlich sind wir enttäuscht, dass unsere Vorschläge nicht für die diesjährige Gebührensatzung berücksichtigt wurden. Wir freuen uns aber auch darüber, dass wir die Diskussion steuern konnten. Alle Fraktionen und natürlich das Amt für Bildung und Sport haben sich mit unserem Vorschlag auseinander gesetzt“, erläutert Jette Veigel, Vorsitzendes des Gesamtelternbeirates, zufrieden.

Das Gebührenmodell des Gesamtelternbeirates sieht eine Entlastung der Ein-Kind-Familie vor, die im aktuellen Modell für einen einzigen Platz im Regelkindergarten mehr bezahlen muss als eine Mehrkindfamilie für insgesamt sechs Kinder.

Um Sprachförderung und kulturelle sowie soziale Integration voranzutreiben will der Vorschlag des Gesamtelternbeirates Kindern aus Familien mit vier und mehr Kindern den kostenlosen Besuch der Einrichtung erlauben, wenn sie regemäßig teilnehmen.

Der Gesamtlernbeirat schlägt vor, dass Alleinerziehende automatisch so eingruppiert werden als hätten sie ein Kind mehr. So würde sich der Monatsbeitrag für den Regelkindergarten bei Alleinerziehenden mit einem oder zwei Kindern um etwas mehr als 20 EUR reduzieren.

Ein großes Anliegen ist es dem Gesamtelternbeirat das System der Platzvergabe in Krippe und Hort zu vereinfachen. Er schlug deshalb das Platz-Sharing-Modell vor: Eltern bewerben sich gemeinsam um einen Platz für ihre Kinder, den sie sich tageweise teilen ohne dass die Einrichtung den Verwaltungsaufwand stemmen muss. Die Einrichtungen könnten so von einer vollen Auslastung profitieren und Eltern, die nur an drei Tagen die Woche arbeiten, würden bei der Platzvergabe gegenüber den täglich arbeitenden Eltern nicht weiter benachteiligt werden.

Startschuss für die neuen Gebühren ist das Ende der Sommerpause. Am 1. September. Nach der Sommerpause ist vor der Sommerpause und der Gesamtelternbeirat wünscht sich eine frühzeitige Einbeziehung in die Diskussion über die neuen Gebühren für das Kindergartenjahr ab September 2012.

 

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Zum Gebührenvorschlag vom GEB

Studie: Jugendliche mit Migrationshintergrund: Bei gleichen Startbedingungen gleich gut in der Ausbildung

Bei gleichen Ausgangsbedingungen sind Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Ausbildung genauso erfolgreich wie junge Leute ohne Migrationshintergrund. Dies ist eine der Kernaussagen, mit denen eine neue Veröffentlichung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) einen anderen Blick auf Menschen mit Migrationshintergrund in der beruflichen Bildung in Deutschland wirft.

“Migration als Chance. Ein Beitrag der beruflichen Bildung” bietet einen Perspektivwechsel an: Im Vordergrund stehen wissenschaftliche Ergebnisse und Praxisbeispiele über den Zugang junger Menschen zu beruflicher Ausbildung und ihrer Gestaltung sowie zur beruflichen Qualifizierung von Erwachsenen und der Bedeutung interkultureller Kompetenzen.

Dass Migration als Chance gesehen werden kann, belegen Forschungsergebnisse, die zeigen, wie interkulturelle Kompetenzen bereits heute konkret genutzt werden. Ein Beitrag verdeutlicht, wie interkulturelles Lernen im Berufsschulunterricht Lernenden mit und ohne Migrationshintergrund die Reflexion ihrer eigenen kulturellen Herkunft sowie kulturell bedingter Einstellungen und Verhaltensweisen ermöglicht.

Allerdings, so die Autoren des Buches, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Die Beiträge zeigen auf, wo Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund in der beruflichen Bildung und im Beruf liegen beziehungsweise liegen können. Dabei werden sowohl günstige als auch ungünstige Rahmenbedingungen für den Zugang zu und die Gestaltung von beruflicher Aus- und Weiterbildung sowie beruflicher Nachqualifizierung thematisiert.

Die Veröffentlichung belege, so BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Reinhold Weiß, zugleich auch einer der Mitherausgeber des Buches, dass Integration in Deutschland eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft sei, die von allen Beteiligten – Einheimischen und Zuwanderern, Politik und gesellschaftlichen Institutionen – zu tragen sei. “Die Werteorientierungen, Lebenslagen und Lebensstile unterscheiden sich bei Menschen mit Migrationshintergrund ebenso wie bei Menschen ohne Migrationshintergrund. Die Schaffung gleichberechtigter Bildungschancen ist daher für alle in der Gesellschaft eine existenzielle Aufgabe.”

Seit Jahren werden in Politik und Berufsbildungsforschung die schwierigen Übergänge in Ausbildung – insbesondere von jungen Menschen mit Migrationshintergrund – näher untersucht, ebenso die individuellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen. Der Sammelband enthält neueste Forschungsergebnisse, wie sich der Ausbildungsverlauf für diese jungen Menschen gestaltet, wenn sie erst einmal in eine Ausbildung eingemündet sind.

Die Analyse zeigt, dass sie sich häufiger in Ausbildungsberufen wiederfinden, in denen die durchschnittliche Vertragsauflösungsquote höher und die Übernahme weniger wahrscheinlich ist, dass sie seltener als Jugendliche ohne Migrationshintergrund in ihren Wunschberufen landen und häufiger als ihre einheimischen Altersgenossen Ausbildungsberufe erlernen, für die sie tendenziell eher überqualifiziert sind. Festgestellt wird aber auch, dass sie bei gleichen Ausgangsbedingungen zu Beginn der Ausbildung (unter anderem sozialer Hintergrund, Grad des Schulabschlusses und vor allem Ausbildungsbedingungen) gleich gute Prüfungsergebnisse erzielen wie Auszubildende ohne Migrationshintergrund und gleich gute Chancen auf erfolgreiche Einmündung in qualifizierte Erwerbstätigkeit hätten.

Aufgezeigt wird ferner, dass ein erheblicher Bedarf besteht, die Vermittlung berufsbezogener Deutschkenntnisse stärker mit ergänzenden Hilfen zur beruflichen Weiterbildung zu verknüpfen. So könnten bisher hinderliche Rahmenbedingungen bei Weiterbildungsmaßnahmen der öffentlichen Hand für Menschen mit Migrationshintergrund verstärkt abgebaut werden.

“Migration als Chance” ist in der BIBB-Schriftenreihe “Berichte zur beruflichen Bildung” als AG BFN-Band 9 erschienen und kann zum Preis von 28,90 Euro über das Internetangebot des BIBB (www.bibb.de/veroeffentlichungen) oder direkt beim W. Bertelsmann Verlag über www.wbv.de bestellt werden (ISBN-Nr. 978-3-7639-1142-4 beziehungsweise mit der Schlussziffer -3 als E-Book). Das BIBB verfolgt bei der Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse einen “Open Access-Ansatz” und bietet die einzelnen Kapitel des Buches daher auch kostenfrei über sein Internetangebot an (www.bibb.de/de/57398.htm)

Weitere Informationen zum Thema Migrantinnen und Migranten in der beruflichen Bildung sind über die BIBB-Themenseitewww.bibb.de/de/wlk28963.htm und in den BIBB REPORT-Ausgaben Nr. 15/10 und 04/08 www.bibb.de/bibbreportverfügbar sowie zum Thema Ausbildung in ausländischen Unternehmen bei KAUSA www.jobstarter.de/de/1917.php.

 

Quelle:
didacta
BIBB
Foto: © Franz Pfluegl / Fotolia.com

 

 

Richtig “easy” war es doch nicht

Kindergartengebühren: Stadtverwaltung bedauert Fehler bei der Abrechnung / Falsche Mahngebühren sind gestrichen

Weinheim. Das Amt für Bildung, Sport und Bäder hat gestern auf Anfrage der Weinheimer Nachrichten die Irritationen bedauert, zu denen es in den letzten Tagen beim Einzug der Kindergartengebühren gekommen ist.
Die Stadt entschuldige sich bei den Personen, denen dabei Unannehmlichkeiten entstanden sind, heißt es. “Gleichzeitig bedanken wir uns aber auch bei den vielen Eltern, denen wir im persönlichen Gespräch das Problem erklären konnten, für das Verständnis”, so Amtsleiterin Carmen Harmand. Auch versicherte die Stadt, dass d en Eltern, die ungerechtfertigt eine Mahnung erhalten haben, “selbstverständlich keine Mahngebühren berechnet werden”.
Das Fachamt gesteht ein, dass die Umstellung auf die neue Software “Easykid”, ein Programm zur modernen Verwaltung von Kinderbetreuungseinrichtungen, sehr viel aufwändiger war als zunächst gedacht.
Alle Weinheimer Schulen und Kindertagesstätten mit knapp 700 Tarifen und rund 900 Kindern mussten erfasst werden. Durch die Verzögerungen und Überschneidungen beim Wechsel auf das neue Programm passierte zum Beispiel, dass die Stadtkasse an Eltern Mahnungen verschickt hat, obwohl diese zuvor noch gar keinen Gebührenbescheid bekommen hatten. “Das ist natürlich sehr bedauerlich und für die Eltern ärgerlich”, äußert die Amtsleiterin Verständnis. Mittlerweile seien alle Bescheide ordnungsgemäß zugeschickt worden.
Trotz der Startschwierigkeiten biete die “Easykid”-Software jetzt deutliche Vorteile für die Verwaltung und später für die Nutzer der Einri chtungen. Die neue Software sehe pro Haushalt einen Gebührenzahler vor. Bei Familien mit beiden Eltern im Haushalt, sei deshalb in der Regel der Vater als Gebührenzahler erfasst worden, bei alleinerziehenden Eltern immer der Elternteil, bei dem das Kind wohnt.
Das Thema wurde gestern Abend auch im Gemeinderat angesprochen. “Wenn es so ist, dann wäre das peinlich”, meinte Stadtrat Klaus Flößer mit Blick auf die Mahnungen. Erster Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner dazu: “Es fällt schwer, nein zu sagen”.

erschienen in wnoz

Der Amtsschimmel wiehert

Wir dachten, die Zeit der Schildbürgerstreiche sei schon lange vorbei – aber weit gefehlt: Der Amtsschimmel der Stadt Schilda wiehert in Weinheim. Seit Oktober werden die Gebühren für städtische Kinderbetreuungseinrichtungen nicht mehr eingezogen. Stattdessen trudeln im Dezember bei uns Eltern Mahnungen mit Säumniszuschlägen ein, obwohl wir weder Rechnungen noch Informationen über die Einstellung des Einzugsverfahrens erhalten haben. 

Was geschieht überhaupt mit unseren so kostbaren Daten? In mehreren Fällen wurden die Mahnungen an Väter gerichtet, obwohl ansonsten die Mütter die Gebühren bezahlt haben. Es wurden nämlich Namen der Väter mit und ohne Sorgerecht mit den Adressen der – teils getrennt lebenden – Mütter frei kombiniert.

Bekommt ein Mann dann demnächst auch die Strafzettel seiner Ex? Nun erreichen uns Eltern nach und nach die überfälligen Gebührenbescheide und wir müssen – kurz vor Weihnachten – die Summe von drei Monaten auf einmal aufbringen. Wie kann es sich die Stadt in Zeiten knapper Kassen leisten, drei Monate Außenstände in Kauf zu nehmen?

Sind es wieder wir Steuerzahler, die die Sollzinsen zahlen? Um die vielen Elternfragen nicht in tagelangen „Telefonorgien“ jedem Einzelnen beantworten zu müssen, schlagen wir der Stadt vor, die Antworten gebündelt in der lokalen Presse abzudrucken. So kann sich die Stadt mit denen ihr übertragenen Aufgaben befassen, nämlich der Verwaltung sowie Optimierung von Qualität und Quantität der Betreuungsplätze in Weinheim.

Miriam Godau, 69469 Weinheim und sechs weitere Unterschriften

Leserbrief erschienen in wnoz

Inklusion – machen wir uns auf den Weg

Wie man in der Schule allen Kindern gerecht werden kann
Seminar am 29.10.2010 in der Langenbergschule in Birkenau

Veranstaltung zur Inklusionspädagogik in Theorie und Praxis für Lehrer, Eltern und andere an Bildungsfragen interessierte Menschen

„Allen Kindern gerecht werden – jedes Kind wertschätzen“ – unter diesem Motto lädt der Verein „Wir DABEI!“ am Freitag, 29. Oktober, ab 15:00 Uhr zu einem Tag über das Thema Inklusion in der Schule ein. Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion stehen in der Langenbergschule auf dem Programm. Der Verein möchte mit der Veranstaltung aufzeigen, wie sich Schulen auf den Weg machen können, damit alle Kinder – unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, Sprache, Begabung und Behinderung – gemeinsam unterrichtet werden können.

Nico lernt das A – konzentriert spurt er auf seinem Arbeitsblatt die feinen Hilfslinien mit dem Bleistift nach. Neben ihm sitzt Nora. Auch Nora lernt das A. Auf ihrem Arbeitsblatt ist das A doppelt so groß, weil sie feinmotorisch noch nicht so weit ist wie Nico. Julius schreibt auf seinem Arbeitsblatt schon zehn Wörter, die mit dem Buchstaben A beginnen. Nora ist körperbehindert, Nico und Julius sind ihre Freunde. In der Pause werden sie gemeinsam auf dem Schulhof spielen.
Das ist die Vision einer Schule, die keine Vision bleiben soll und darf. Das meint der Verein „Wir DABEI!“, der in Birkenau und Umgebung seit Jahren aktiv ist und mit seiner zentralen Botschaft: „Durch Akzeptanz Behinderung erfolgreich integrieren“ immer wieder in die Öffentlichkeit geht. Gemeinsam mit vielen anderen Initiativen und Vereinen im ganzen Land drängt er darauf, dass die UN Konvention über die Rechte behinderter Menschen, die auch in Deutschland geltendes Recht ist, konsequent umgesetzt wird und das separierende Schulsystem geändert wird.
„Wir müssen endlich akzeptieren, dass es normal ist, verschieden zu sein“, sagt die erste Vorsitzende Petra Doering: „Für ein gemeinsames Leben und Lernen gibt es schon Konzepte, von denen alle Kinder profitieren.“ Inklusion möchte sie im Sinne eines wirklichen, selbstverständlichen Dazugehörens verstanden wissen. Das geht über bestehende Kooperationsmodelle weit hinaus.
Für die Inklusionsveranstaltung hat der Verein zwei bundesweit anerkannte Fachleute gewonnen, die sich seit Jahren für Inklusion engagieren. Dr. Irmtraud Schnell vom Institut für Sonderpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt und Hans Wocken, Professor für Lern- und Integrationspädagogik an der Universität in Hamburg, werden Kurzvorträge halten. Außerdem werden Schulen vorgestellt, die sich schon auf den Weg gemacht haben: Die inklusive Grundschule Süd-West aus Eschborn und die Integrierte Gesamtschule Holweide in Köln. Außerdem stehen an dem Nachmittag noch je ein Workshop für Pädagogen sowie für Eltern und anderen Interessierte auf dem Programm.
Britta Hoffmann, ebenfalls im Verein „Wir DABEI!“ als 2. Vorsitzende aktiv, weiß aus eigener Erfahrung, wie gemeinsamer Unterricht in der Praxis funktionieren kann. Ihre Tochter Maja mit Down-Syndrom lernt gemeinsam mit nicht behinderten Kindern in der Grundschule in Birkenau: „Wir erleben jeden Tag, wie viel sie mitnimmt und von den anderen profitiert, und auch, wie es für die anderen Kinder immer normaler wird, dass Maja da ist, auch wenn sie anders ist. Für Mitschüler ist es kein Thema, dass sie nicht so schnell rechnen kann, sondern, warum sie beim Uno-Kartenspiel immer gewinnt!“
Vernor Munoz, der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, hat einmal gesagt: „Nicht die Menschen müssen sich dem Bildungssystem anpassen, sondern das Bildungssystem muss sich den Menschen anpassen.“
Bild 2 Weitere Informationen zum Inklusionstag in der Langenbergschule in Birkenau am 29.10.2010 von 15:00 – ca. 22.00 Uhr unter www.wir-dabei.de. Auch telefonisch steht der Verein für Fragen und Anmeldungen zur Verfügung: 06201/ 340947. Die Veranstaltung ist barrierefrei. Es werden keine Teilnahmegebühren erhoben. Eine kostenlose Kinderbetreuung wird vom Verein bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Hessische Lehrkräfte erhalten bei der Teilnahme 10 Leistungspunkte. (KE)

Anmeldung / Flyer hier:
Quelle

Städte sehen Kita-Ausbau durch Anwohner-Klagen bedroht

Mainz (ots) – Die Städte und Gemeinden in Deutschland sehen den bis 2013 geplanten Ausbau der Kindertagesstätten durch zunehmende Klagen von Anwohnern bedroht. Der Vizepräsident des Deutschen Städtetags, Christian Ude, sagte im Interview mit dem ARD-Politikmagazin “Report Mainz”: “In der Tat erleben wir in reinen Wohngebieten eine erschreckende Streitlust und Prozessfreude von Nachbarn, die Kinderlärm nicht als Zukunftsmusik empfinden, sondern als eine rechtlich unzulässige Störung und die gegen Kindertagesstätten vor den Kadi ziehen.” Auch der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, befürchtet, dass der Kita-Ausbau wegen klagenden Anwohnern ins Stocken gerät: “Gerade in den Ballungszentren, in den Städten, da ist der Bedarf am größten, da brauchen wir diese zusätzlichen Kindertagesstätten, und da ist leider auch der Widerstand der größte.”

Die Städte und Gemeinden erwarten, dass die Zahl der Klagen gegen Kitas wegen des geplanten massiven Ausbaus der Betreuungsplätze in den kommenden Jahren noch zunehmen wird. Christian Ude sagte gegenüber “Report Mainz”: “Wie jede Prozesslawine ist auch diese im Anwachsen. Die Streitlust nimmt leider tatsächlich zu.” Auch Gerd Landsberg beobachtet, dass die Widerstände von Anwohnern mit dem Kita-Ausbau steigen: “Das Problem ist, dass der Ausbau ins Stocken geraten kann und wir dann noch mehr Schwierigkeiten haben, den Anspruch des Gesetzgebers zu erfüllen.”

Viele Kläger nutzen derzeit das Baurecht, um den Bau von Kitas zu verhindern. Denn die so genannte Baunutzungsverordnung (§ 3 BauNVO) erlaubt Kitas in reinen Wohngebieten nicht grundsätzlich. Die Bundesregierung hat deshalb erklärt, dass die Baunutzungsverordnung entsprechend geändert werden soll. Auf Anfrage von “Report Mainz” hat Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) jetzt mitgeteilt, dass eine Änderung jedoch frühestens im Jahr 2012 in Kraft treten könne. Denn die geplanten Änderungen an der Baunutzungsverordnung seien Bestandteil einer umfassenden Novelle des Bauplanungsrechts, für die ein förmliches Gesetzgebungsverfahren erforderlich sei, das erst 2011 eingeleitet werde.

Die Vertreter der Städte und Gemeinden in Deutschland fordern die Bundesregierung angesichts des bis 2013 geplanten Ausbaus der Kindertagesstätten jetzt auf, die Gesetzeslücke im Baurecht schneller zu schließen. Städtetags-Vize Ude sagte gegenüber “Report Mainz”: “Sicherlich wird die Zahl der Betreuungseinrichtungen, die geplant werden, deutlich zunehmen. Umso wichtiger wäre es, jetzt sofort den Klägern, die Kinderbetreuungseinrichtungen verhindern wollen, das rechtliche Instrument aus der Hand zu nehmen, denn 2013 ist es zu spät.” Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, sagte: “Bundestag und Bundesrat müssen mehr Tempo machen, um die Klarheit zu schaffen, damit wir planen und umsetzen können.”

Nach dem so genannten Kinderförderungsgesetz müssen in drei Jahren 35 Prozent aller Kleinkinder in Deutschland ein Platzangebot haben, das entspricht 750.000 Plätzen bundesweit. Für die westdeutschen Bundesländer heißt das, dass sie die Betreuungsplätze für Kleinkinder mehr als verdoppeln müssen. Fast 560.000 Plätze werden laut Statistischem Bundesamt benötigt – 238.000 Kleinkinder hatten 2009 einen Krippenplatz. Die Städte und Gemeinden sehen neben den Klagen der Anwohner weitere Probleme für den geplanten Kita-Ausbau. Für die benötigten zusätzlichen Plätze gebe es bislang weder das Geld noch das Fachpersonal.

Quelle:
Das ARD-Politikmagazin “Report Mainz” berichtete am 30. August, um 21.45 Uhr, im Ersten über den “Kampf gegen Kitas – wie klagewütige Anwohner den Bau von Kindertagesstätten verzögern und verhindern”.

FOCUS: Didacta-Präsident Fthenakis zweifelt am Willen zum Krippenausbau

Bildungsforscher und Didacta-Präsident Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis hat gegenüber dem Nachrichtenmagazin FOCUS Zweifel am Willen der Kommunen geäußert, bis 2013 ausreichend Betreuungsplätze für Kinder ab einem Jahr zu schaffen.

Dem FOCUS sagte Fthenakis, er sei “nicht sicher, ob die Kommunen angesichts der derzeitigen Finanzlage diesem Anspruch entsprechen wollen und können”. Allerdings sei nicht nur die Quantität der Angebote ein Problem, sondern auch die Qualität, so der Entwicklungspsychologe. “Wir haben nichts Substanzielles geleistet, was die Qualität in diesen Einrichtungen anbelangt. Und wir haben zu wenig gut ausgebildetes Personal. Bis 2013 fehlen uns insgesamt 25 000 Fachkräfte. Die können wir nicht über Nacht bereitstellen.” Dennoch ist Fthenakis überzeugt, dass die Bundesregierung am Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz festhalten muss. Andernfalls würde dies ” andere gesellschaftliche Probleme schaffen”. Es müsse “mehr Geld ins System fließen. Für unsere Kleinsten brauchen wir beste Bildungsqualität.”

Die Forderungen nach einem Krippengipfel sieht Fthenakis kritisch: “Solche Veranstaltungen bringen erfahrungsgemäß nicht viel. Die Probleme müssen vor Ort gelöst werden.”

Quelle: FOCUS
Foto: © Eric Isselée / Fotolia.com

Weinheimer Elterninitiative präsentiert mit dem lokalen Bündnis für Familie 10. Still- und Wicklepunkt in der Weinheimgalerie

Wer sein Baby oder Kleinkind schnell wickeln möchte, hat es oft nicht leicht. In der Weinheim Galerie gibt es nun im Untergeschoss einen Still- und Wickelpunkt. Dort sind zwei Wickelflächen vorhanden und es ist Platz um mit einem Kinderwagen hineinzufahren. In Kürze wird dort noch ein Sessel zum Stillen vorhanden sein.


Der Presseartikel aus den Weinheimer Nachrichten vom 12. Mai 2010
Claudia Funke, Weinheimer Elterninitiative mit Dr. Ute Grünhagen, Bündnis für Famile bei der Befestigung des offiziellen Still- und Wickelpunkt Aufklebers.
Die Aktivistinnen von links nach rechts: Claudia Funke, Antonia Scheib-Berten, Sylvia Köhler, Dr. Ute Grünhagen, Miriam und Sara Godau

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Zukunftsweisende Kooperation Postillion e.V. und Kinderhaus Weinheim e.V.

Weinheim. Der Postillion e.V. und der Kinderhaus Weinheim e.V. beabsichtigen eine strategische Allianz, um den Eltern in der Großen Kreisstadt Weinheim ein integriertes Angebot für Kinder im Alter zwischen 8 Wochen und 6 Jahren zu ermöglichen. Das Kinderhaus bietet seit 1970 in einem kleinen, auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen fokussierten Kindergarten eine Ganztagesbetreuung für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in der Weinheimer Weststadt. Seit 2006 betreibt der Verein Postillion erfolgreich eine Kinderkrippe in der Mierendorffstraße, zwei weitere Gruppe sollen in neuen Räumen bald eröffnet werden.

Das seit 1970 bestehende Kinderhaus plant den Betrieb des Kindergartens in die Verantwortung des Postillion e.V. zu übergeben. Viele Elemente, die den Charme dieser kleinen Einrichtung für Kinder von drei bis sechs Jahren ausmachen wie die familiäre Atmosphäre, gemeinsames Frühstück und Mittagessen, Arbeit an Projekten usw. sollen bewahrt bleiben. Die intensive Elternmitwirkung soll erhalten bleiben, so dass der familiäre Charakter dieser Einrichtung gewährleistet ist. Insgesamt kann so ein optimaler Übergang von der Kinderkrippe zum Kindergarten realisiert werden. Perspektivisch soll der Kindergarten zusammen mit der Kinderkrippe in neue Räume einziehen.

Derzeit finden intensive Gespräche über die Details des Übergangs statt, ein möglicher Übergabetermin könnte der 1. Juli 2010 sein. Bei der Stadt Weinheim wurde bereits ein gemeinsamer Antrag zur Aufnahme in die Bedarfsplanung und auf Förderung abgegeben.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.postillion.org und http://www.kinderhaus-weinheim.de